Phänomen tötet Schwimmer

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11.07.2003 12:40
Kategorie: News
Ein gefährliches Naturphänomen hat in Griechenland in den vergangenen 22 Tagen fünf Menschen das Leben gekostet. Die Menschen ertranken alle am Strand von Neoi Poroi unterhalb des Berges Olymp.

Ursache des Phänomens ist ein aus nord-westlicher Richtung vom Meer zum Strand wehender Wind. Das Meer ist hier entlang der Küste nur 60 Zentimeter tief. Die Badenden brauchen nicht zu schwimmen und entfernen sich deshalb meisst zu weit vom Strand.

Die vom Wind erzeugten Wellen rühren allerdings den Sand im seichten Wasser auf. Der Meeresboden kann auf dieser Weise in kürzester Zeit "weggefegt" werden. Das Wasserniveau steigt dann sehr schnell, und die Badenden befinden sich plötzlich sehr weit vom Ufer entfernt im offenen Meer.

In der mythologischen Erzählung der Odyssee beschreibt der griechische Autor Homer viele solcher gefährlichen Phänomene. Allerdings glaubten die Menschen der Antike noch eher an den Zorn der Götter und nicht an wissenschaftliche Erklärungen.