OÖ: Archäologen planen Unterwassergrabung

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19.08.2003 14:04
Kategorie: News
Archäologen des Oberösterreichischen Landesmuseums planen eine Unterwassergrabung in einem Salzkammergutsee.
Sie wollen die Überreste von zumindest einem jungsteinzeitlichen Pfahlbaudorf im Attersee oder im Mondsee intensiv erforschen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse würden die Grundlagen für einen Nachbau als Freilichtmuseum bilden.

In der "Kupferzeit" um etwa 3.500 vor Christus - lebten im Salzkammergut Bauern in Pfahlbaudörfern an den flachen Ufernabschnitten von Attersee und Mondsee. Bisherige Forschungen des Bundesdenkmalamtes ergaben Hinweise auf die Überreste von rund 20 derartigen Siedlungen. Sie liegen in einer Tiefe bis zu zehn Meter.

Derzeit werden Tauchgängen durchgeführt, um geeignete Fundstellen für eine Grabung zu erkunden- gleichzeitig werden aber finanzielle Förderer gesucht.

Bereits 2004 könnte mit einer groß angelegten Unterwassergrabung begonnen werden. Die dabei erwarteten Funde sollen nicht nur in wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht werden, um Aussagen über die Situation der Kupferzeit in der Seenregion machen zu können. Es könnte auch ein Freilichtmuseum an einem See gebaut werden, das die Ergebnisse der Grabung zeigen könnte, plant Leskovar.

Das Oö. Landesmuseum startet heuer das großes Archäologie-Projekt "Worauf wir stehen - Archäologie in Oberösterreich". Bis zum 26.Oktober informieren Ausstellungen an mehreren Orten in OÖ über die von Menschen hinterlassenen Spuren von ihrem ersten Auftreten bis in die Zeit um 1.000 nach Christus.

http://www.worauf-wir-stehen.at/

Quelle: ORF OÖ

Ps: In Zonen, in den Pfahlbauten sich befinden oder vermutet werden herrscht in OÖ Tauchverbot!