Ningaloo Riff in Gefahr

Teile:
13.11.2008 12:39
Kategorie: News
West Australien plant wieder Attacke auf das Ningaloo Riff - riesige Salzmine am Golf vom Exmouth geplant.

Ein Regierungswechsel und die weltwirtschafliche Krise haben in Australien die Tore für dieses gigantische Projekt geöffnet. Obwohl die australische Umweltbehörde EPA ( Environment Protection Authority) und weitere Regierungsämter DEC ( Department for Environment and Conservation ), Fischerei- und Tourismusbehörden gegen diesen Plan vorgehen, scheint das Ningaloo Reef erneut vor dem Aus zu stehen.

Die geplante Salzmine ist 72km lang und bis zu 10km breit, und wird auf einer Fläche von über 400 km2 eine Jahresproduktion von 10 Millionen Tonnen Salz bewerkstelligen. Hierfür müssen ca. 100km Mangrovenwald und flaches natürliches Watt modifiziert werden. Die Lagerung von tausenden Tonnen giftiger Beiprodukten in diesem Überflutungsgebiet und die hohe Salzkonzentration im Golf können faktisch alles Leben unter Wasser abtöten!

Dieses Gebiet kann in tropischen Zyklonen, Regengüssen und Tsunamis bis zu 10m hoch überflutet werden! Dann werden alle gelagerten Mineralien und giftigen Beiprodukte wieder zurück in den Golf und ins Ningaloo Riff gespült. Verladeeinrichtungen müssen durch künstliche Kanäle in einem riesigen Aufwand mit Frachtern angefahren werden. All diese Maßnahmen stellen eine große Gefahr für dieses unberührte Gebiet dar. Der Golf von Exmouth mit mehr as 200km Mangroven und Flutgebieten ist die Kinderstube des Ningaloo Riffs.

Hier laichen die meisten Fische in den seichten Gewässern, welche von großen Raubfischen nicht erreicht werden können. Mangroven spielen eine extrem bedeutende Rolle in diesem Ökosystem, das riesige Gruppen von Mantas, Dugongs, Delfinen und Seeschildkröten bewohnen! Tausende Buckelwale kommen jedes Jahr um im Golf ihre jungen Kälber zu gebären.

Eine Naturschutzgruppe unter dem Namen, "Halt the Salt" hat sich zusammengefunden und auf einer Webseite alle wichtigen Informationen zusammengetragen.

Ein automatisierter Brief kann von dort mit einem Kommentar versehen an den Regierungspräsidenten verschickt werden.

Internetseite: www.haltthesalt.org.au