Neues von der Schildkrötenstiftung

Teile:
14.12.2005 22:16
Kategorie: News
SANGALAKI – EINE ERFOLGSSTORY

Unser Projekt in Sangalaki haben wir auch im Jahr 2005 erfolgreich fortgeführt. An einer strategisch wichtigen Stelle der Insel, wo sich Eierdiebe in der Nacht auf die Insel schleichen könnten, haben wir einen zusätzlichen Beobachtungsposten errichtet, wodurch die Insel künftig noch besser bewacht werden kann. Das Projekt hat unterdessen in der Schildkrötenfachwelt grosse Anerkennung erlangt.
Der Erfolg auf Sangalaki darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auf mehreren anderen Inseln nach wie vor professionelle Eiersammler aktiv sind. Es gibt also nach wie vor viel zu tun!

DIE GRÖSSTE GEFAHR LAUERT NUN IM WASSER

Leider mussten wir feststellen, dass in jüngster Zeit in diesem Gebiet vermehrt den erwachsenen Schildkröten im Meer nachgestellt wird. Trauriger Höhepunkt war die Entdeckung eines über 1 Kilometer langen Netzes in der Nähe von Sangalaki, welches illegalerweise speziell zum Fang von Meeresschildkröten unter Wasser gespannt wurde. Als es von unseren Mitarbeitern entdeckt wurde bot sich ihnen ein furchtbarer Anblick: 146 erwachsenen Schildkröten hingen hilflos im Netz; nur 2 davon lebten noch, alle anderen waren qualvoll erstickt!

PATROUILLENBOOT – WANN KÖNNEN WIR ES EINSETZEN?

Um Vorfälle wie oben beschrieben in Zukunft zu vermeiden, haben wir schon lange die Absicht, zusammen mit den zuständigen Behördenvertretern regelmässige Kontrollfahrten in diesem Gebiet durchzuführen. Zwar wurde uns schon vor einiger Zeit von einer grossen Artenschutzorganisation ein Speedboot dafür zur Verfügung gestellt. Allerdings handelte es sich um ein bereits gebrauchtes Boot, das von Beginn an erhebliche technische Mängel aufwies. Aus finanziellen Gründen konnten wir dieses Boot daher leider immer noch nicht in Betrieb nehmen, obwohl dies nötiger denn je wäre.

NEUE ENTSCHEIDUNGSTRÄGER VOR ORT LASSEN HOFFEN

In diesem Jahr kam es im zuständigen Bezirk zu einem Regierungswechsel, der uns Hoffnung macht. Wie es scheint, ist der neue Regierungschef eher gewillt, mit dem Artenschutz Ernst zu machen. Auch der Chef der wichtigen lokalen Naturschutzbehörde KSDA wurde ausgewechselt. Mit ihm stehen wir bereits in engem Kontakt und es bahnt sich eine enge Zusammenarbeit mit KSDA an.

DIE GEMEINDE VADUZ HILFT

Die Gemeinde Vaduz hat beschlossen uns nachhaltig zu unterstützen. Die Unterstützungszusage für die kommenden drei Jahre und das entgegengebrachte Vertrauen der Gemeinde Vaduz freut uns ganz besonders.

SCHILDKROETEN-STIFTUNG
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