Neues Schutzgebiet in Idonesien. Dank Wakatobi Dive Resort.

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13.01.2003 16:08
Kategorie: News
Das weltberühmte Hausriff von Wakatobi, Indonesien wurde per Anfang Jahr zum totalen Schutzgebiet als Teil einer einzigartigen Kooperation zwischen lokalen Dorfgemeinschaften und Wakatobi Dive Resort.

Das exklusive Resort mit privater Landepiste zahlt Miete für die Benutzung der Tauchplätze und die lokalen Einwohner verzichten im Gegenzug auf jegliche Fischereiaktivitäten.


Luftaufnahme des Wakatobi Dive Resorts © Lionel Pozzoli - 2002



Wakatobi in Südost-Sulawesi ist ein absoluter Geheimtip und hat sich unter Kennern als weltbeste Korallentauchtdestination etabliert. Riffliebhaber und Unterwasserfotografen geraten ins Schwärmen, wenn sie von den Rifflandschaften und der Artenvielfalt ohnegleichen erzählen. In Wakatobi gibt es keine Korallenbleiche und keine negativen “El Niño”-Effekte. Die einzigartige Unterwasserfauna konnte sich ohne Eiszeiten während Jahrmillionen unter günstigen Bedingungen entwickeln.

Mit dem Ziel dieses Naturwunder zu bewahren, geht das Management von Wakatobi neue Wege, um die lokale Bevölkerung in Ihre aktiven Umweltschutzbemühungen einzubinden - "denn ohne deren Mitwirkung geht auf die Dauer gar nichts", erklärt Lorenz Maeder, der Gründer des Resorts.

Er erkannte, dass die lokalen Dorfgemeinschaften wesentlich aufgeschlossener sind gegenüber dem Gedanken, dass intakte Riffe ein wertvolles und schützenswertes Gut darstellen, wenn die kombinierten Einkommeströme aus dem Tauchtourismus für Sie klar und greifbar die Erträge der traditionellen Nutzung durch Fischerei übersteigen.

Im Gegenzug für Stromlieferung, Baumaterial, Arbeitsplätze sowie monatliche Zahlung einer vertraglich vereinbarten Riffmiete" verzichten die lokalen Gemeinschaften nun auf jegliche Fischereiaktivitäten an den Tauchplätzen in der Umgebung des Resorts

Nach einem sehr erfolgreichen 2-jährigen Pilotversuch an einem 2km Stück vom Hausriff wurde das Akommen mit 8 Dorfgemeinschaften per Anfang Jahr nun auf über 10km Riff und 15 weitere Tauchplätze ausgedehnt.

Zudem verpflichteten sich die lokalen Gemeinden aus eigenem Antrieb, "ihre" Riffe im Wakatobi Nationalpark gemeinsam gegen auswärtige Fischer, nötigenfalls auch unter Einsatz von Polizeikräften zu verteidigen.