Münchner Mineralientage 2016

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16.11.2016 08:34
Kategorie: News

The Munich Show

Zum 53. Mal öffnete die Munich Show am 27. Oktober ihre Pforten. Aber am Freitag offiziell nur für Fachbesucher. Am Wochenende stehen dann jedem bei einer der wohl größten Mineralienmessen der Welt die Türen offen. Und die Besucher kamen auch 2016 wieder in Scharen aus Nah und Fern. Die Parkplätze füllten sich so rasch, dass die emsigen Lotsen und Abkassierer selbst an den kühlen Oktobermorgen ins Schwitzen kamen. Die Kennzeichen der Autos genauer anzuschauen war wieder interessant. Nicht nur jedes deutsche Bundesland war vertreten, verdächtig viele PKWs hatten Nummernschilder aus dem nahen Österreich. Auch die Tschechen hatten es nicht weit und auch aus bella italia ist man im Nu in Bayern.

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Babylonisch war auch das Sprachengewirr in der Messe, nur Leberkäs und Weißbier bildeten eine fixe, bayerische Größe. In den Ausstellungshallen traf man dann wieder Bekannte aus nah und fern. Welche, die man vor vielen Jahren beim Opale schauen im australischen Coober Pedy kennenlernte und solche, die man von vergangenen Besuchen schon kannte. Aussteller aus 60 Ländern rund um die Welt- ganz schön viel. München funkelt in diesen Tagen global.

Amethyste aus Brasilien, Meteoriten aus Namibia, Opale aus Äthiopien, Ammoniten aus Madagaskar, versteinerte Seelilien aus Deutschland, Steinkugeln aus Österreich, Beryll aus Russland oder Jaspis aus Indien. Die Aufzählung ließe sich fast unendlich verlängern, doch dazu müsste ich erst alle Mineralien erst mal beim Namen kennen und sie mir merken ;-)

The Munich Show – Münchener Mineralientage
https://munichshow.com/
Messestadt Ost, Messegelände München
Aussteller: 1250 aus 60 Ländern
Besucher: etwa 40.000
Nächste: 27.-29.10.2017

Für Taucher am interessantesten war wieder die Fossilienhalle, hier konnte man die kleinen, versteinerten Haizähne gleich Sackweise oder nach Kilo kaufen. Besonders schön waren die fossilen Haizähne vom „großen Weißen“ oder gar die Handtellergroßen vom Megalodon. Zwischen diesen beiden Extremen liegt wohl die individuell optimale Größe für einen Anhänger.

Neuigkeiten und Messegeflüster
Steinkugeln polarisieren: Entweder man liebt sie oder man hasst sie. Jedenfalls werden die Kugeln wieder weniger. Kleine Quarzkugeln sind Massenware für kleines Geld und ein nettes Mitbringsel. Große Quarzkugeln sind im Preis immens gestiegen- Warum auch immer. Kugeln aus Amethyst waren nur sehr selten zu sehen, in guter, klarer Qualität keine einzige. Im Gegensatz dazu sind Meteoriten im Kommen. Noch nie waren an so vielen Ständen Meteoritenstücke zu sehen. Über die Echtheit können im Zweifelsfall nur Experten entscheiden. Und zu guter Letzt: Die „Esotherikhalle“ mit ihren Heilsteinen, Amuletten und Klangschalen wird immer unlustiger, da die Kuriositäten und die dazupassenden Freaks in Batik und Latzhose immer weniger werden. Schade, wie ich finde! ;-)

Fazit
Auch 2016 hat sich die dreistündige Fahrt nach München gelohnt! Pfiat eich, bis zum nextn Moi!