Kroatien: EU Beitritt zum 1.Juli 2013

Teile:
24.06.2013 16:23
Kategorie: News

Kroatien wird EU Mitgliedsstaat

Glasklares Wasser, tolle Wracks und zahlreiche gute, qualifizierte Tauchbasen sind jährlich Anziehungspunkt für viele tausende Taucher aus Deutschland und Österreich. (© Harald Mathä)
Die kroatische Adriaküste und ihre zahlreichen vorgelagerten Inseln zählen zu den beliebtesten Tauchgebieten deutscher und österreichischer Taucher und Vereine. Glasklares Wasser, tolle Wracks und zahlreiche gute, qualifizierte Tauchbasen sind jährlich Anziehungspunkt für viele tausende Taucher aus Deutschland und Österreich.

Nächste Woche, am 1. Juli, wird Kroatien Mitglied der Europäischen Union. Dies bringt auch für Reisende einige Änderungen mit sich. Einiges bleibt aber auch wie bisher. Der folgende kleine Überblick zeigt die wichtigsten Punkte für das beliebte (Tauch)Urlaubsland an der Adria:

Änderungen für Autofahrer?
Der ADAC und der ÖAMTC raten weiterhin die internationale grüne Versicherungskarte mitzunehmen, mit der man im Ausland Versicherungsschutz nachweisen und so Unfälle schneller abwickeln kann. Die grüne Versicherungskarte ist der international anerkannte Nachweis, dass ein Auto ordnungsgemäß versichert ist. Innerhalb Europas sollte grundsätzlich das Kfz-Kennzeichen als Beleg ausreichen, dass eine gültige Versicherung besteht. Die Praxis zeigt aber, dass bei Kontrollen im Ausland häufig die Versicherungskarte verlangt wird. Aber Pflicht ist die Karte weiterhin nicht. Doch auf einem Gebiet gibt es eine essentielle Änderung: Künftig können in Kroatien verhängte Bußgelder und Strafzettel auch in Deutschland bzw. Österreich eingetrieben werden.

Fluggastrechte
Künftig gilt die EU-Verordnung für Fluggastrechte. Demnach werden Reisende bei Überbuchung, Flugausfall oder großer Verspätung entschädigt. Dies greift beispielsweise, wenn man aus einem EU-Land startet oder die Fluglinie aus einem Mitgliedsstaat kommt. Flüge aus Kroatien fielen bislang nicht immer darunter. Nun gilt die Regelung für alle Flüge zwischen Deutschland oder Österreich und Kroatien.

Wie sieht es mit Grenzkontrollen aus?
An der bisherigen Praxis ändert sich nichts. Denn wie Rumänien, Bulgarien und Zypern sowie Großbritannien und Irland gehört Kroatien künftig zwar zur EU, nicht aber zum Schengen-Raum, in dem man frei reisen kann. Daher müssen Urlauber einen Personalausweis oder Reisepass mit sich führen.

Traumhafte Küstenlandschaft Kroatiens (© Harald Mathä)
Ist der Euro offizielles Zahlungsmittel?
Die Währung Kroatiens bleibt die Kuna. Viele Hotels, Pensionen, Kneipen und Geschäfte nehmen Euro-Scheine und Münzen an - meist sogar lieber als Kreditkarten. Aber die Landeswährung ist nach wie vor die Kuna, bis sich Kroatien erfolgreich um die Aufnahme in den Euro-Raum bewirbt – dies ist aktuell aber nicht abzusehen.

Einkaufslimits? Warenlimits?
Da EU-Mitglieder auch zur europäischen Zollunion gehören, fallen viele Einschränkungen weg. So dürfen Reisende Lebensmittel für den Eigenbedarf über die Grenze nehmen, ohne Zoll zu zahlen. Dazu gehören 110 Liter Bier, zehn Liter Schnaps und 800 Zigaretten.

Auslandskrankenversicherung
Nicht unbedingt notwendig? Als EU-Bürger hat man theoretisch in allen anderen Mitgliedstaaten Anspruch auf eine kostenlose Grundversorgung. In der Praxis sieht es aber leider so aus, dass in einigen Ländern (darunter auch Kroatien) das Sozialversicherungsabkommen nicht wirklich eingehalten wird. Besucher, die Sorge um die Qualität örtlicher Arztpraxen haben oder der Theorie des Soz.Vers.Abkommens nicht trauen, sollten für zusätzlichen Krankenschutz sorgen - mit einer Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption.

Weitere Informationen: Alle Infos zu Kroatien für Taucher auf unserer Destinationsseite Kroatien.