Korallenuntersuchung mit Hilfe der HiTec Fluoreszenz

Teile:
23.04.2012 09:55
Kategorie: News

Korallenuntersuchung mit HiTec Fluoreszenz

Fluoreszenz - Riffuntersuchung
Prof. Dr. Horst Grunz hat aus dem gesamten Filmmaterial des Korallenprojekts in Dahab (siehe auch Projektbeschreibung auf DiveInside) eine neue Sequenz erstellt die mit Hilfe der Fluoreszenz Korallenkrankheiten zeigen.

Der Videoschnitt zeigt das Potential der HiTec-Fluoreszenz für eine großflächige Riffanalyse. Hier handelt es sich also weniger um ein eindrucksvolles  Erlebnis für den Sporttaucher, sondern der Film ist ein Dokumentarfilm. Oftmals können Urlaubstaucher ohne spezielle Ausbildung das Problem der Korallenschädigung  gar nicht erkennen. Vielleicht kann der Film dazu anregen, sich mehr über das weltweite Korallensterben Gedanken zu machen und verantwortungsloses Handeln im Riff helfen zu unterbinden.

Informationen zum Thema:

Hightech-Fluoreszenz I, DiveInside 04/11
Hightech-Fluoreszenz II, DiveInside 05/11
Gesamtes Video zur Fluoreszenz

Infolinks
Reefcheck.org
Reefcheck.de
HEPCA
RSEC

Prof. Dr. Horst Grunz schreibt hierzu: „Bekanntlich sind Korallenriffe weltweit durch natürliche und menschliche Umwelteinflüsse in ihrem Bestand gefährdet. Ein erster Schritt zu ihrem Schutz ist die Analyse ihres Zustandes an vielen Orten in der Welt. International arbeitende Organisationen bemühen sich darum, der Öffentlichkeit und vor allem Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft verlässliche Daten über die Gefährdung dieses einmaligen Ökosystems an die Hand zu geben.

Information zur Fluoreszenz: Mit speziellen HiTec Fluoreszenzleuchten taucht der Sporttaucher bei Nachttauchgängen in eine bisher nicht gekannte magische Welt. Das Fluoreszenzlicht läßt die Korallen in zauberhaften Farben aufleuchten, so wie man es bei Tauchgängen mit normalem weißem Licht oder am Tage nicht erleben kann.

Das Leuchten der Korallen in Regenbogenfarben (unterschiedlich je nach Art) geht auf Pigmente zurück, die eng mit dem Grün Fluoreszierenden Protein [Eiweiß] (GFP) verwandt sind. Für seine Entdeckung und Analyse in der Qualle Aequorea victoria erhielten 2008 3 Wissenschaftler den Nobelpreis für Chemie. GFP ist mittlerweile ein schlagkräftiges Werkzeug in der Molekularbiologie und Molekulargenetik, um in lebenden Embryos und Zellkulturen komplizierte Vorgänge zu studieren, die bei normalen aber auch bei pathologischen Prozessen einschließlich Krebs ablaufen.

Link zum Video (YouTube): www.youtube.com/watch?v=_2rT_agiytk