Klimawandel und Versauerung

Teile:
04.09.2007 14:09
Kategorie: News
Der Klimawandel und die Versauerung der Meere machen Pflanzen und Tieren in den Ozeanen zu schaffen. Forschungsprojekte weltweit zeigen, dass sich die Ökosysteme der Ozeane neu sortierten, sagte Martin Wahl vom Leibniz- Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) auf dem 42. Europäischen Meeresbiologen-Symposium, das vom 27. Bis 31. Aug. 2007 in Kiel stattfand. Der Treibhausgasausstoß muss schnell und stark reduziert werden, damit die Umweltänderungen nicht so rasch auftreten, dass sich Lebensgemeinschaften nicht mehr anpassen können. Auf der Konferenz in Kiel, trafen sich mehr als 350 Experten aus aller Welt.

Doch um die Folgen der Erderwärmung wahrzunehmen, brauchen Europäer gar nicht weit zu schauen. Die Auswirkungen sind schon vor der eigenen Haustür messbar, berichtete der Fischereibiologe Brian MacKenzie vom dänischen Institut für Fischereiforschung. In den Sommermonaten sei die Oberflächentemperatur von Nord- und Ostsee zwischen 1985 und 2002 um durchschnittlich 1,4 Grad Celsius gestiegen. Unter anderem Schwertfische und Sardellen sind in dänischen Gewässern gefangen worden. „Diese Fische kennt man üblicherweise aus dem Mittelmeer oder der Golf von Biskaya“, sagt der Fischereibiologe.

Was die Unterwasserwelt aber in noch größerem Maße bedrohe als der Klimawandel, sei die Versauerung des Meeres, hieß es weiter. Der Mensch verursacht Kohlendioxid, das der Ozean aufnimmt, welches das Wasser versauere. Diese Veränderung führt dazu, dass Organismen, die ihre Skelette aus Kalk bilden, vielerorts nicht mehr überleben können. Nach den arktischen Ökosystemen sind Kaltwasserkorallen durch den Klimawandel bedroht, betonte Ulrich Sommer, Professor für Marine Ökologie am IFM-GEOMAR.

Weitere Infos unter: http://www.ifm-geomar.de