Keine Verhandlung über den Schutz gefährdeter Dorn- und Heringshaie!

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30.05.2004 09:32
Kategorie: News
Nunmehr liegen die Anträge der 166 Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES zum Handel mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten für die im Oktober in Bangkok stattfindende Konferenz vor. Ziel der Tagung ist die Begrenzung des auf einen jährlichen Umsatz von 160 Mrd. Euro geschätzten internationalen Handels mit bedrohten Tieren und Pflanzen, der zu den größten Gefahren für viele Tier- und Pflanzenarten gehört. Auf der Konferenz soll neben den auf dem Land lebenden Tieren wie Nashörnern und Elefanten auch der Schutz der im Meer lebenden Weißen Haie, der Minkwale und der Schildkröten beantragt werden. Der zur Vorbereitung auf die Artenschutzkonferenz gestellte Antrag Deutschlands zum Schutz für die durch Überfischung stark bedrohten Dorn- und Heringshaie scheiterte innerhalb der Europäischen Union am Widerstand von Frankreich, Griechenland, Spanien und Irland. Schätzungen zufolge sind die Bestände des Dornhais, aus dessen Fleisch Schillerlocken produziert werden, im Nordatlantik in den letzten zehn Jahren um 75 bis 95 Prozent zurückgegangen. Bleibt zu hoffen, daß sich wenigstens die anderen Anträge gegen die anscheinend übermächtige Fischereilobby durchsetzen werden. (VDST e.V.-Presse)