Keine Genehmigung für Hurghada-Delfinarium !

Teile:
20.07.2001
Kategorie: News
München/Walldorf, 19.07.2001 Die vom Luxushotel "Sindbad Beach Resort" (Ägypten/Hurghada) geplante Delfinshow wird niemals stattfinden! Eine Genehmigung dafür wird keinesfalls erteilt! Dies gab jetzt der Direktor des Staatlichen Ägyptischen Fremdenverkehrsamtes, Baher Malek, gegenüber der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) und dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) bekannt. Gegen das bereits im Hafenbecken von Hurghada in Gestalt eines schwimmenden Miniatur-Amphitheaters befindliche Delfinarium hatten die beiden Organisationen bei der Ägyptischen Regierung protestiert und eine sofortige Schließung gefordert. Nach Meinung von Experten handelt es sich bei der "Sindbad Dolphin Show" genannten Anlage mit einem Durchmesser von höchstens 15 Metern um eine Todesfalle für Delfine.

"Ein wichtiger Erfolg für den Delfinschutz", sagen dazu GRD und VDST. "Ein Delfinarium muß schließen, bevor es überhaupt eröffnet werden kann. Dieser unerwartet schnelle Erfolg ist sicherlich den zahllosen Tauchern und Delfinfreunden zu verdanken, die uns dabei tatkräftig unterstützt haben."

"Aber es ist auch ein toller Beweis für das große Artenschutzinteresse und Engagement unserer Taucherinnen und Taucher und der Tauchschulen", so die Verantwortlichen des VDST und der GRD weiter. Die tauchenden Delfinfreunde reagierten empört auf die Pläne des Luxushotels und schütteten die offiziellen ägyptischen Stellen mit Protesten zu. Dies zeigte erfreulicherweise und überraschend schnell die erhoffte Wirkung. "Nicht Flipper im Becken, sondern Delfine in freier Natur erleben, das ist der sehnliche Wunsch aller Delfinfreunde, Taucherinnen und Taucher!", erklären die beiden Organisationen.

Nach den Plänen des "Sindbad Beach Resort"-Hotels sollten zwei Große Tümmler aus dem Schwarzen Meer importiert werden, um das zahlende Publikum zu unterhalten. "Wir wollten verhindern, dass diese Delfine jemals in Hurghada ankommen und das ist uns auch gelungen", freuen sich die beiden Organisationen, die das weitere Vorgehen des "Sindbad Beach Resort"-Hotels allerdings im Auge behalten werden.