IUCN warnt eindringlich vor den Folgen der Ozeanerwärmung

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09.09.2016 10:14
Kategorie: News

"Wir machen die Welt krank", so der Generaldirektor der IUCN

Seit den 1970er-Jahren haben die Ozeane mehr als 93 Prozent der durch den globalen Klimawandel verursachten Erwärmung absorbiert – mit weitreichenden Folgen: Weltweit hat sich die Meeresumwelt dramatisch verändert.

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Zu diesem Ergebnis kommt eine Bericht von 80 Wissenschaftlern aus 12 Ländern, der jetzt auf dem World Conservation Congress der Weltnaturschutzorganisation IUCN in Hawaii vorgestellt wurde.

Unter dem Titel „Erforschung der Ozeanerwärmung“ fasst der Bericht Beobachtungen zu den wichtigsten marinen Ökosystemen bis hinab in die Tiefsee zusammen und beschreibt Veränderungen in Verhalten und Verteilung von Meerespflanzen und -tieren.

So haben sich zum Beispiel Quallen, Seevögel und Plankton im Zuge der Erwärmung um bis zu zehn Breitengrade weiter in Richtung der Pole bewegt. Weltweit starben und sterben die Korallenriffe in einem rasanten Tempo ab, was sich negativ auf jene Fischarten auswirkt, die in und auf Ihnen leben.

Die erhöhten Temperaturen haben auch die Verbreitung von Mikroben im Ozean befördert, was vermehrt zu Krankheiten bei marinen Pflanzen und Tieren führt.

Auch die Menschen werden nicht verschont. Krankheitserreger wie Cholera erregende Bakterien und toxischen Algenblüten verbreiten sich leichter in wärmeren Gewässern.

Als Reaktion auf den Bericht bekräftigte Carl Gustaf Lundin, Direktor des Global Marine und Polar-Programms der IUCN, die Notwendigkeit zur Reduzierung der Treibhausgase: "Es gibt keinen Zweifel dass wir, die Menschen, die Ursache für diese Entwicklung sind, und wir wissen, was die Lösungen sind. Wir müssen endlich vorankommen."

Weitere Informationen: www.iucn.org

Link zum Bericht und pdf: portals.iucn.org/library/node/46254