In Costa Rica wird die Natur zerstört

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26.11.2006 22:27
Kategorie: News
Die AgATI- Aktionsgruppe für Arten- und Tierschutz International und die „For Animals“ aus Graz werden jetzt neue Aktionen durchführen.

Auf Grund eines Berichtes mit dem Titel "Ökosystem in Costa Rica in Gefahr" wurde die AgATI aktiv. Die beschriebene katastrophale Situation und die Dringlichkeit ihrer sofortigen Veränderung kann Dr. Peter nur unterstreichen. Als er die Insel vor einigen Jahren mit dem Sachverständigen der AgA für Costa- Rica, Michael Diestel, besuchte, erlebte er eine Artenschutzkatastrophe. Er sah, wie die Schildkröteneier massenweise aus den Nestern geraubt wurden und keine Behörde sich darum kümmerte. Er erfuhr, daß es im Norden der Insel eine Fabrik zur Abschlachtung der Meeresschildkröten gibt. Auf einer von ihm und der Deutschen Welle (DW) TV einberufenen Pressekonferenz wurde das von einem hohen Regierungsbeamten geleugnet, von anwesenden einheimischen Naturschutzvertretern jedoch bestätigt. Der maßlose, unkontrollierte Tourismus stört die Schildkröten bei der Eiablage enorm, auch wenn manchmal Führer der Naturschutzbehörde die Touristenströme lenken. Die Existenz der Meeresschildkröten und anderer Tierarten auf der Insel ist bis zum Aussterben bedroht. Das betrifft auch die Lederschildkröte, die größte der 7 Meeresschildkrötenarten um Costa Rica. Außerdem stellte er fest, dass die großen Bananenplantagen Mengen von Gift in das Meer leiten und damit schon ganze Riffketten zerstört haben.

Eine weitere große Schande für Costa Rica ist der Haifischfang. Für einen vorgegebenen evtl. medizinischen Nutzen, aber für einen tatsächlich finanziellen Nutzen für eine amerikanische Pharmafirma werden die Haie in Massen abgeschlachtet. Er hat in Costa Rica den zuständigen Minister gebeten, diese Verbrechen sofort abzustellen. Dieser hat das zwar versprochen, aber geändert hat sich natürlich nichts. Dr. Baumgarten von der DW, der inzwischen verstorbene Journalist und Reiseführer Michael Diestel und Dr. Peter waren sehr enttäuscht über dieses Desinteresse der Regierung Costa Ricas.

Deshalb müssen wir jetzt erneut protestieren - für die Tiere und für die Erhaltung der wundervollen Flora des Landes. Bisher gilt Costa Rica noch als das artenreichste Land der Erde. Die Regierung verhindert den Aufbau eines ökologisch gelenkten Tourismus auf ihrer Insel und zerstört damit selbst die Existenzgrundlage ihrer Bevölkerung.

Dr. Peter wird versuchen, einen Termin bei dem Botschafter von Costa Rica zu erhalten.

Weitere Infos:
Dipl. Ing. Günther Peter
Bundesverdienstkreuzträger Arten-/Tierschutz
Internet: http://www.arten-tierschutz.com