Hechtbandwurm in OÖ/Stmk.

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07.06.2005 09:33
Kategorie: News
Im Grundl- und im Gleinkersee ist der Fischbestand vom Hechtbandwurm befallen. Der Parasit ist für den Menschen zwar ungefährlich aber ekelerregend.

Er wird bis zu 40 Zentimeter lang, der Hechtbandwurm, mit dem sich Fischer im Grundlsee bei Bad Aussee und im Gleinkersee bei Roßleithen herumschlagen müssen.

Dieser Parasit lebt im Magen und Darm des Hechtes. Millionen Eier werden mit dem Kot ins Wasser abgegeben. Daraus entwickeln sich Larven, welche von tierischem Zooplankton gefressen werden. Aber als Zwischenwirte dienen ihm auch andere Fischarten, wie etwa der Saibling oder die Seeforelle. In diesen Fischarten nistet sich der Hechtbandwurm als erbsengroße Larve ein, bis er irgendwann in einem Hecht landet. Dort entwickelt sich daraus der Hechtbandwurm

"Für den Menschen ist der Hechtbandwurm nicht gesundheitsgefährdend, aber er ist laut Lebensmittelvorschrift Ekel erregend", sagt Daniela Zick von der Bundesanstalt für Wasserwirtschaft in Scharfling am Mondsee. Das heißt: Die Fische sind nicht für den Verzehr durch Menschen geeignet.

Die Bundesanstalt hat für den Fischereiverband am Grundlsee die Fische untersucht und den Wurmbefall festgestellt. Als geeignete Maßnahme gegen den Wurm hat der zuständige Fischereiobmann das Ausfischen der Hechte angeordnet, auch ein Neubesatz ist derzeit nicht erlaubt.

Auch der Gleinkersee hat derzeit mit dem Hechtbandwurm zu kämpfen, bestätigt Siegfried Pilgerstorfer vom Oö. Landesfischereiverband. "Es handelt sich um ein latentes Problem, dass dort seit drei bis vier Jahren immer wieder auftritt."

"Es besteht die Gefahr, dass der Wurm durch Enten oder andere Wasservögel auf weitere Seen übertragen wird", sagt Jakob Köpfelsberger vom Fischereiverband in der Steiermark.

Quelle: OÖ Nachrichten