Hans Hass taucht wieder im Roten Meer!

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14.02.2007 20:02
Kategorie: News
Hans Hass, der große Tauchpionier aus Österreich und "Vater" des Unterwasserfilms mit Spannung und Handlung, kehrt nach über fünf Jahrzehnten zurück in den Sudan und wird kurz nach seinem 88. Geburtstag wieder im Roten Meer tauchen.

Erich Pröll, der oberösterreichische Natur- und Unterwasserfilmer, ist vielen durch seine ORF "Universum" Dokumentationen bekannt. Bereits vor zwei Jahren wagte der rüstige Tauchpionier Hass nach vielen Jahren Pause einen Tauchgang mit Pröll auf den Malediven und war trotz der ungewohnten und "neumodernen" Ausrüstung rasch wieder in seinem Element!

Als einer der Väter des Unterwasserfilms genießt Prof. Dr. Hans Hass weltweit höchste Bekanntheit und Verehrung. Es ist daher wenig überraschend, dass italienische Taucher, die bereits mit Pröll für seine Dokumentation "Vom Wrack zum Riff" über das Wrack der "Umbria" vor Port Sudan im Roten Meer zusammengearbeitet hatten, über ihn Kontakt zu Hass suchten. Eine Einladung auf das neue Tauchschiff der Italiener entstand letztes Jahr.

Nach einer längeren Pause ergriff Hans Hass vor einem Monat dafür die Initiative. Laut Pröll habe er das "Herumhängen im grauen Wien" und "nur das Spazierengehen mit dem Hund rund um die Oper" satt. Auf die Einladung angesprochen, war der rüstige Tauchpionier sofort begeistert und sagte spontan zu. Zitat: "Ich möchte wieder da hinunter! Kannst du das so schnell wie möglich organisieren? Ich weiß ja nicht, wie alt ich werde."

In kürzester Zeit wurde das Angebot angenommen und für 10. bis 28. Februar fixiert.
Uns so werden Hans Hass und seine Frau Lotte wieder gemeinsam an den Schauplätzen im Sudan, an denen sie schon 1950 den legendären und ausgezeichneten Film "Abenteuer im Roten Meer" drehten, wieder tauchen. Auf besorgte Fragen, ob das Ganze für ihn nicht zu anstrengend werden könnte, meinte der 88-jährige Tauchpionier nur: "Wenn was passiert, dann passiert`s eben. Hoffentlich nicht gleich am zweiten oder dritten Tag - dann haben wir wenigstens noch was Schönes erlebt!"


Quelle: OÖ Nachrichten