Haischutz - 20.000 Unterschriften übergeben

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01.12.2007 10:19
Kategorie: News
Eine Sammlung von 20.000 Unterschriften wurde der EU Kommission vorgelegt, um Massnahmen zum Schutz der Haie zu fordern

Bristol, UK- Vertreter der Project AWARE Foundation und der Gemeinschaft `Shark Alliance` aus ganz Europa kamen zusammen, um sich für ein Ende der Überfischung von Haien stark zu machen.

Am Donnerstag, den 8. November 2007, trafen sich die Mitglieder der Shark Alliance mit den Funktionären der Europäischen Kommission zur Übergabe einer Sammlung von über 20.000 Unterschriften, die während der `European Shark Week` - der europäischen Woche zum Schutz der Haie - im Oktober von beunruhigten Bürgern zusammengetragen worden waren. Die Bittgesuche fordern einen umfassenden Aktionsplan zum Schutz der gefährdeten Haiarten und zur Einschränkung des Haifischfangs seitens der Europäischen Union (EU). Die grosse Anzahl der gesammelten Unterschriften und die verschiedenen Delegationen, die an dem Treffen teilnahmen, spiegelten die weitverbreitete Befürwortung für den Schutz der Haie in ganz Europa wider.
Die Gemeinschaft Shark Alliance rief vom 8. bis 14. Oktober 2007 die `European Shark Week` aus, um die Aufmerksamkeit auf den beunruhigend hohen Rückgang der Haibestände zu lenken und dringend notwendige EU-Massnahmen zur Einschränkung des Haifischfangs zu fordern. Die Mitgliedergruppen der Shark Alliance hielten über 100 Werbeveranstaltungen und Aktivitäten in allen europäischen Ländern ab.

"Und wieder einmal sind die Taucher aus der ganzen Welt dem Ruf gefolgt, um sich für den Schutz der Haie stark zu machen. Wir sind über die gewaltige Unterstützung seitens der Umweltschützer von Project AWARE und PADI Tauchern, die zur europäischen Haiwoche "Make My Fin Count" viele Unterschriften beigetragen haben, wirklich hoch erfreut", bemerkt Suzanne Pleydell, Director der Project AWARE Foundation (International).

Die Gemeinschaft der Shark Alliance - eine Koalition von über 40 Organisationen aus dem Bereich Umweltschutz, Fischerei, Tauchen und Wissenschaft, die sich der Verbesserung der Haifischfangpolitik innerhalb der Europäischen Union verschrieben hat - nutzte ausserdem die Gelegenheit, die Kommission aufzufordern, die Minister des Europäischen Rats für Fischerei im Dezember zum Handeln zu bringen, um der unhaltbaren Fischerei der gefährdeten Heringshaie und Dornhaie ein Ende zu setzen. Haifürsprecher aus dem Vereinigten Königreich, Italien, Deutschland, Malta, Spanien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden repräsentierten die Shark Alliance während des Treffens mit der Kommission.

"In Anbetracht des wachsenden globalen Bewusstseins zu diesem Thema sind wir über den massiven Ausdruck an Besorgnis für Haie seitens der europäischen Bürger erfreut, jedoch nicht überrascht", bemerkte Sonja Fordham, Policy Director von Shark Alliance. "Diese starke Unterstützung muss sich nun in einer höheren Priorität für den Schutz der Haie in der EU niederschlagen, einschliesslich tatkräftiger Vorschläge, um zu gewährleisten, dass diese gefährdeten Arten nicht aussterben."

Die meisten Haie sowie eng verwandte Rochen sind besonders von der Überfischung bedroht, da sie nur langsam wachsen, spät die Fortpflanzungsreife erlangen und nur wenige Jungtiere zur Welt bringen. Ein Drittel der europäischen Hai- und Rochenbestände sind laut der IUCN vom Aussterben bedroht und dennoch bleibt ein Grossteil der EU-Fischereibestimmungen für diese Arten unkontrolliert. Die EU beginnt erst jetzt, einen Aktionsplan zum Schutz der Haie und Rochen aufzustellen und angegliederte Fischereien zu kontrollieren, wie es das Gesetz der Vereinten Nationen für den internationalen Aktionsplan zum Schutz der Haie - dem `1999 United Nations International Plan of Action for Sharks? - verlangt.

Dank gilt all denen, die zum Erfolg der diesjährigen Europäischen Woche zum Schutz der Haie beigetragen haben. Pläne für die Europäische Woche zum Schutz der Haie für 2008 sind bereits in Vorbereitung, um den EU -Ressourcenmanagern die Unterstützung seitens der Öffentlichkeit darzulegen und diese weiter auszubauen, so dass der Schutz der Haie gesichert ist.

Weitere Infos: http://www.projectaware.org