Grüner Oskar für Hans Hass

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22.10.2004 21:35
Kategorie: News
Prof. Dr. Hans Hass, einer der “Erfinder” des Sporttauchens und weltweit bekannter Unterwasserforscher ist vor wenigen Tagen beim "Wildscreen"-Filmfestival in Bristol in Großbritannien für seine Unterwasserfilme ausgezeichnet worden. Hans Hass wurde mit dem Panda-Award, dem sogenannten "grünen Oscar" geehrt. Er erhält diese hohe Auszeichnung in Anerkennung "seiner bahnbrechenden Unterwasser-Kameraführung". Er habe, so die offizielle Mitteilung der Jury, erstmals einem weltweiten Publikum einen Film über Korallenriffe präsentiert.

Der Verband Deutscher Sporttaucher e.V., zu dem Prof. Dr. Hans Hass bereits seit vielen Jahren freundschaftliche Kontakte pflegt, gratuliert dem Preisträger zu dieser Auszeichnung herzlich.

Der Preis wird an Organisationen oder Personen verliehen, die weltweit außergewöhnliche Leistungen auf den Gebieten Naturfilm, Umweltschutz und Aufklärung über Umweltfragen erbracht haben. Frühere Preisträger waren unter anderem Sir David Attenborough, Hugo van Lawick und Sir Peter Scott. In diesem Jahr gab es 406 Bewerbungen aus 41 Ländern um die begehrten Preise. Das Wildscreen Festival ist das weltweit größte Festival für Wildlife- und Umweltfilmer und –Fotografen. Um die Preise bewarben sich dieses Jahr 406 Einsender aus 41 Nationen.

Der 1919 geborene Hass hatte mit seinen Kino- und TV-Filmen bereits 1951 den 1. Preis der Biennale in Venedig und 1959 einen "Oscar" für Unterwasser-Kameraarbeit erhalten. Seine 1948 veröffentlichte Doktor-arbeit gilt als Meilenstein der meeresbiologischen Forschung, seine zahlreichen Filme und Bücher haben einem Millionenpublikum weltweit die Faszination der Unterwasserwelt nähergebracht. Darüber hinaus unter-suchte Hass seit 1960 den Energiefluß in Ökosystemen, arbeitete am Max-Planck-Institut für Humanethologie in Seewiesen und als Professor der Universität in Wien. Er verfaßte 1971 als erster ein Manifest gegen die Unterwasserjagd, dem sich weltweit tausende Sporttaucher anschlossen.