Golfballtaucher verurteilt

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21.05.2002
Kategorie: News
John Collinson betreibt seit Jahren ein recht lukratives Geschaeft. Er taucht in den Teichen auf britischen Golfplaetzen nach verloren gegangenen Baellen und verkauft sie anschliessend. Die Baelle gehörten ja niemandem und es sei sein gutes Recht, sie sich zu holen und zu verkaufen, sagte Collinson laut BBC.

Ein britischer Richter war anderer Meinung und verurteilte den Mann wegen Ball-Diebstahls am 26.04. zu sechs Monaten Haft.
Der Taucher war gemeinsam mit einem Freund auf einem Golfplatz in Leicester gefasst worden. Die beiden hatten gerade 1158 Baelle aus dem Wasser gefischt und in Saecken verstaut, als die Polizei sie aufhielt.
Nach neun Tagen im Gefaengnis wurde das Urteil am Montag jedoch wegen Unverhaeltnismaessigkeit aufgehoben. Allerdings sei der Fall nicht im mindesten trivial, so der Richter und setzte die Haft nur für zwei Jahre zur Bewaehrung aus. Collinson solle die Bestrafung als Warnung betrachten und sich nicht wieder bei solch naechtlichem Sport erwischen lassen

Collinson will aber auf keinen Fall aufgeben. Firmen kauften ihm die Baelle ab, reinigen sie und verkauften sie weiter. Collinson verdiente damit nach eigenen Angaben etwa 22.000 Euro im Jahr. Und auch gegen das mildere Urteil werde er Protest einlegen, sagte er. Nach seiner Ansicht ist das Geschaeft legal.