Gemeinsame Übung des DRK und der DLRG am Erlichsee

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15.08.2006 11:08
Kategorie: News
Das DRK Ortsverein Oberhausen-Rheinhausen und die DLRG Ortsgruppe Oberhausen-Rheinhausen e.V. machten am 12.08.2006 die jährliche gemeinsame Übung zur Optimierung der Zusammenarbeit.

Folgendes Übungsszenario wurde angenommen: Am späten Samstagabend fährt ein voll besetzter Kleinwagen in den Erlichsee nähe des alten Krieger Werkes. Passanten beobachten den Unfall und alarmieren über die 19222 die Rettungskräfte. Der zuständige Rettungswagen aus Kirrlach ist bei einem größeren Unfall gebunden und die nächsten Rettungsmittel sind mind. 45 Minuten entfernt. Daher wird die Bereitschaft des DRK Oberhausen-Rheinhausen alarmiert, deren Rettungsassistenten und Sanitäter die Verletzten bis zum Eintreffen der Rettungsmittel versorgen sollen. Aufgrund des Meldebildes werden ebenfalls die Einsatztaucher sowie die Bootsgruppe der DLRG Oberhausen-Rheinhausen alarmiert. Zur Bergung des KFZ wird eine Seilwinde benötigt; die Freiwillige Feuerwehr Oberhausen wird zusätzlich alarmiert.


Innerhalb weniger Minuten waren zunächst die Einsatzkräfte der DLRG am Einsatzort. Sofort wurde durch den Taucheinsatzführer Bruno Kerner die Situation erkundet und die ersten Verletzten (Laura Bus und Kathrin Rothardt) erstversorgt. Die Einsatztaucher rüsteten sich auf, um nach dem versunkenen KFZ zu suchen. Dabei sahen die Wasserretter eine auf dem See treibende Person, die durch einen Rettungsschwimmer und einen Einsatztaucher mittels einer Rettungsleine gerettet wurde. Die ersten Einsatzkräfte des DRK waren inzwischen eingetroffen, die ersten Patienten wurden von der DLRG an die Rettungsassistenten des DRK übergeben.

Die Einsatztaucher fanden während dessen den PKW und suchten nach weiteren Personen. Dabei fanden sie einen weiteren Insassen den sie unverzüglich an Land brachten. Wegen der fehlenden Kreislaufzeichen des Patienten begannen DRK und DLRG Einsatzkräfte gemeinsam mit der Reanimation. Ein weiterer, stark alkoholisierter Patient, offenbar der Fahrer des PKW wurde durch die Bootsbesatzung der DLRG im nahen Uferbereich aufgefunden, erstversorgt und an das DRK übergeben. Alle Verletzten waren nun in der Obhut des DRK und die DLRG Einsatztaucher konnten sich an die Bergung des PKW machen.

Alles in allem war es eine sehr erfolgreiche Übung; die vermissten Personen konnten recht schnell gefunden und versorgt werden. Somit war das primäre Übungsziel erreicht.
Es zeigte sich, welche Rolle die Kommunikation der Einsatzkräfte und Organisationen untereinander spielt. Wichtig sind auch die Ausrüstungsgegenstände, leider verfügt die DLRG im Bezirk Karlsruhe nicht über geeignete Hebesäcke, Tauwerk und Seilwinden um solch einen Einsatz abzuwickeln (Auf der Gemarkung Oberhausen-Rheinhausen mussten in den letzten zwölf Monaten bereits zwei Fahrzeuge (ein PKW, ein LKW) aus dem Altrhein geborgen werden). Hier herrscht dringender Handlungsbedarf und es muss Rücksprache mit den Verantwortlichen von FFW und Gemeinde gehalten werden.

Die Übungsleitung, Tobias Kuhmann (DRK) und Simon Schönecker (DLRG), möchte sich bei folgenden Vereinen und Institutionen für die Unterstützung bedanken: Fa. Auto-Böhler und Frau Eberlein für das Fahrzeug; der Gemeindeverwaltung Oberhausen-Rheinhausen und dem Landratsamt Karlsruhe für die Genehmigung; der Freiwilligen Feuerwehr Oberhausen und deren Helfer für die Unterstützung; den Interessenten des Gemeinderats; der RND-Mimgruppe unter der Leitung von Brigitte Albert; allen Helferinnen des DRK und der DLRG. Und natürlich allen, die an dieser Stelle vergessen wurden.

http://www.drk-oberhausen-rheinhausen.de/web_gallery/view.php?hit=yes&gid=33

Bild:Tobias Kuhmann