Galápagos-Inseln: Umweltschäden nach Schiffsunglück befürchtet

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01.02.2015 15:50
Kategorie: News

Gestrandeter Frachter vor San Cristóbal

Schiffsunglück vor Galapagos
Der auf Grund gelaufene Frachter Floreana

Nach einem Schiffsunglück vor den Galápagos-Inseln mit ihrer unberührten Natur fürchtet die Verwaltung des ecuadorianischen Nationalparks schwere Schäden für die Umwelt.

Wie die Behörde angab, strebt sie die Verhängung des Notstands an, um die Bergung der auf Grund gelaufenen "Floreana" zu erleichtern. Die Verhängung des Notstands würde für "die notwendigen wirtschaftlichen Mittel" zur Entladung und Bergung der "Floreana" sorgen, gab die Verwaltung des Galapagos-Nationalparks an.

Das Schiff ist mit etwa 1400 Tonnen Gütern, darunter auch Gefahrstoffe, beladen. Zudem fürchtet die Behörde auch das Auslaufen von Treibstoff. Die "Floreana" ist knapp 75 Meter lang und hat 3,88 Meter Tiefgang, sowie und eine Tragfähigkeit von mehr als 2.600 Tonnen. Sie läuft für die Galapaguena Corp SA in Manta und wurde 1984 im dänischen Soby als "Peder Most" erbaut. 2003 wurde sie zur "Tan Trader", 2009 zur "Caribbean Trader" und ging 2011 nach Ecuador.

Bereits gestern wurde die Barge "El Morro" von Santa Cruz zu dem Frachter "Floreana", der vor der Küste von San Cristóbal seit dem 28.1. auf Grund sitzt, in Marsch gesetzt. Das mit einem 40 Meter hohen Teleskopkran ausgestattete Fahrzeug soll binnen drei bis vier Tagen die rund 1500 Tonnen Fracht aus den Laderäumen holen, die dann von der "Charito" zum Weitertransport übernommen werden. Neben Nahrung und anderen Versorgungsgütern befinden sich auch Gefahrstoffe an Bord, so mehr als 10 Tonnen Ölritzel, 100 Gasflaschen, 8 Tonnen Asphaltemulsion und nicht zuletzt 11.000 Gallonen Kraftstoff. Das Umweltministerium, vertreten durch den Galapagos National Park (GNP), entsandte ein Team von 15 Mann zur Überwachung der Umwelt an der Strandungsstelle.

Die Inselgruppe im östlichen Pazifik etwa tausend Kilometer vom Festland entfernt, ist Heimat zahlreicher bedrohter Tierarten und UNESCO-Weltkulturerbe. Das Schiffsunglück ist bereits der dritte vergleichbare Unfall in der Region binnen zwölf Monaten (siehe auch Galapagos in DiveInside).