Fotoausstellung zur Ozeanversauerung feiert Premiere am GEOMAR

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27.09.2016 08:28
Kategorie: News

Solvin Zankl und Nick Cobbing eröffnen Einblicke in ein faszinierendes Forschungs-Feld

In einer Fotoausstellung mit Bildern der beiden Naturfotografen Solvin Zankl und Nick Cobbing zeigt der deutsche Forschungsverbund zur Ozeanversauerung BIOACID, wie seine Mitglieder „das andere Kohlendioxid-Problem“ untersuchen und welche Organismen dabei im Mittelpunkt stehen.

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Die Ausstellung wird bis zum 21. Oktober 2016 am Standort Ostufer des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel gezeigt und ist Montags bis Freitags von  9 bis 15 Uhr geöffnet. Eine Website und eine Web App ergänzen die Ausstellung um zusätzliche Informationen.

Von der Arktis bis in die Tropen verändert Ozeanversauerung das Leben im Meer. In einer Ausstellung mit Aufnahmen der beiden Naturfotografen Solvin Zankl und Nick Cobbing zeigt der deutsche Forschungsverbund BIOACID (Biological Impacts of Ocean Acidification) (verlinken zu: http://www.bioacid.de/ ), wie seine Mitglieder „das andere Kohlendioxid-Problem“ untersuchen und welche Organismen dabei im Mittelpunkt stehen. Die Ausstellung ist ein Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2016*17 - Meere und Ozeane.

Der britische Fotograf Nick Cobbing begleitete 2010 ein Freiland-Experiment zur Ozeanversauerung in Spitzbergen – der wissenschaftlichen Bewährungsprobe für die in Kiel entwickelten KOSMOS-Mesokosmen. In diesen schwimmenden „Riesen-Reagenzgläsern“ simulierten Forscherinnen und Forscher aus 15 Ländern einen Versauerungs-Grad, der in den kommenden Jahrzehnten eintreten könnte. Anhand ihrer Proben und Messungen stellten sie fest, wie die Plankton-Gemeinschaft in der Arktis auf steigende Kohlendioxid-Konzentrationen reagiert. Nick Cobbings Bilder erzählen von einem besonderen Einsatz in der weiten, noch immer unberührt wirkenden arktischen Landschaft.

Solvin Zankl, international renommierter Naturfotograf aus Kiel, ist ein häufiger Gast bei Forschungsarbeiten des GEOMAR und des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. In seinen Beiträgen zur Ausstellung schaut er Forschenden des Projekts BIOACID bei ihren Arbeiten über die Schulter und eröffnet einen faszinierenden Einblick in die Welt des Planktons. Er war dabei, als sich beim Mesokosmen-Experiment 2015 alles um einen winzigen Organismus mit großer Bedeutung für das globale Klima drehte: die einzellige Kalkalge Emiliania huxleyi. Er besuchte auf Expeditionen mit Deutschlands einzigem bemannten Forschungstauchboot „JAGO“ Kaltwasserkorallen vor der norwegischen Küste und fing das bunte Leben tropischer Korallenriffe ein. Mit seinem Foto-Mikroskop setzt er Plankton-Organismen in Szene, die mit bloßem Auge kaum auszumachen sind. Auf diesen Porträts schwirren Seeigel-Larven wie kleine Raumschiffe durchs marine Universum, tanzen Quallen Ballett und entrüsten sich Ruderfußkrebse über ihr Schicksal als Fast Food für Fische.

Alle Fotos, Grafiken, Texte und Videos der Ausstellung sind in deutscher und englischer Sprache auf der Online-Plattform www.oceanacidification.de zu finden. Kommentare und Fragen beantworten Forschende auf Twitter unter @BIOACID_project und #BIOACIDexhibition.