Fischnamen unter dem Hammer

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15.09.2007 15:59
Kategorie: News
Non-Profit-Auktion: Spezies-Namen an Tierschützer anzugeben


Der bunte Fisch heißt Paracheilinus und ? (Foto: Gerry Allen)

Monaco (pte/14.09.2007/16:45) - Zu einer Umweltschutzaktion der besonderen Art ruft die Monaco-Asia-Society http://www.monacoasiasociety.org aus Burlington/Virginia auf: Dem Höchstbietenden wird im Zeichen des Umweltschutzes der Name eines bisher unbekannten und damit auch unbenannten Fisches vergeben. Zur Namensgebung stehen mehrere Dutzend Fischspezies zur Verfügung, die von der Conservation International http://www.conservation.org während einer Expedition vor der Küste Neuguineas erstmals entdeckt wurden. In edlem Rahmen einer Gala-Veranstaltung im Ozeanographischen Museum in Monaco werden am 20. September die neuen lateinischen Namen der bisher namenlosen Fische an die höchstbietenden Günstlinge vergeben, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature in seiner Online-Ausgabe.

Dies sei nicht das erste Mal, dass wissenschaftliche Namen zu verkaufen sind: 2005 hatte ein anonymer Online-Bieter das Namensrecht für einen bolivianischen Affen für 650.000 Dollar erworben. Es sei allerdings das erste Mal, dass gleich mehrere Tiere neue Namensgeber bei einer einzigen Veranstaltung erhalten werden, wie Francesco Bongiovanni, Präsident der Monaco-Asia-Society, dies erklärt. Er hofft, dass die gesamte "Blue Auction" http://www.theblueauction.com zwischen 1,2 bis 1,4 Mio. Dollar bringen wird. Das Geld soll für weitere Expeditionen und Schutzmaßnahmen in der indonesischen Provinz Papua, dem früheren West-Irian, verwendet werden. Wissenschaftler haben schon vor Jahren auf die große Biodiversität dieser Region hingewiesen.

Es sei nichts Besonderes, Tiere nach reichen oder berühmten Menschen zu benennen, meint Andrew Polaszek, Sekretär der internationalen Kommission für zoologische Nomenklatur in London. Technisch sei es notwendig, dass der Name des Tieres einen generischen und einen spezifischen Teil aufweisen müsse und das betreffende Tier anschließend in einem wissenschaftlichen Papier oder in einer Monographie beschrieben werden muss. Das werde die Conservation International aller Wahrscheinlichkeit nach ohnehin machen. Viele Tiere sind nach berühmten Forschern benannt. Eine Spezies eines Höhlenkäfers trägt sogar den Namen Adolf Hitlers. "Man kann eine Tierspezies alle erdenklichen Namen geben", so Polaszek.

Die Non-Profit-Organisation erwartet zu dem Termin Bietende aus aller Welt. Das renommierte Auktionshaus Christies sorgt dafür, dass alles mit rechten Dingen abläuft. Zu den geladenen Gästen zählt auch der regierende Fürst Prinz Albert II.