Extremtauchen für Ägypten: Christian Redl holt 7. Weltrekord im Freediving unter Eis

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06.02.2010 17:34
Kategorie: News
Frankfurt/Kairo/Kärnten, 6. Februar 2010 – Apnoetaucher und Weltrekordhalter Christian Redl erhöhte heute um 12:42 Uhr seine Siegesserie um seinen siebten Rekord. Der visionäre Extremtaucher erreichte unter den Augen hunderter Fans, Sportbegeisterter und Pressevertreter aus dem In- und Ausland seinen neuen Streckenrekord von 100 Metern Freitauchen unter Eis. Er ging damit einmal mehr in die Geschichtsbücher des extremen Tauchsports ein. Mit einem einzigen Atemzug durchtauchte Redl nach monatelangem intensivem Training im zwei Grad Celsius kalten Wasser die massive, gefrorene Oberfläche des Weißensees im österreichischen Kärnten in der Zeit von 1:12 Minuten.

Christian Redl beim Apnoetauchen unter Eis
Weltrekord Nummer 7 für den Freediver Christian Redl: 100 Meter in 1:12 Minuten unter dem Eis.

Ägypten - mit Unterstützung des beliebten Urlaubslandes und Taucherparadieses gelang dem Extremtaucher der atemberaubende Weltrekord in der Kategorie "Dynamic Freediving". Die Atmosphäre der fantastischen Schnee- und Eislandschaft der „weißen Wüste“ Kärntens am Weißensee steht ganz im Zeichen des wahren Landes der Weißen Wüste – Ägypten (www.egypt.travel). Christian Redl, durch unkonventionelle sportliche Leistungen inspiriert, ist das neue Testimonial des Reiselandes Ägypten und erstmalig bis Juni 2010 unter Vertrag. Als Repräsentant des ägyptischen Tauchtourismus lenkt er die Aufmerksamkeit auf die Gesamtheit der atemberaubenden Tauchplätze Ägyptens, die zu den besten der Welt gehören. Der Weltrekord am Weissensee war die erste Aktion der Sponsoring-Kooperation.

In einer gut zehnminütigen mentalen Vorbereitungsphase am Einstiegsloch brachte sich Freediver Christian Redl gemeinsam mit seinem psychologischen Coach auf das notwendige Konzentrationslevel, um das definierte Ziel "100 Meter Streckentauchen unter der Eisoberfläche" zum Erfolg zu führen. Fünf Sicherheitstaucher und -taucherinnen von der Wasserrettung Mödling und vom Tauchsportverein Österreich waren bei dem nicht ganz ungefährlichen Event unter Wasser auf Position. Die größte Gefahr ist der Blackout, weshalb die Veranstaltung auch von Tauchmedizinern und Rettungshelfern begleitet wurde. Die Stressfaktoren Kälte und fehlende Auftauchmöglichkeit waren die größte Herausforderung des Rekords. Angelehnt an die Biologie von Meeressäugern senkte Redl seinen Puls durch äußerste Konzentration auf 25 Schläge pro Minute, was den Sauerstoffverbrauch drastisch reduziert. Um 12:42 Uhr tauchte er nach 100 Metern unter dem Eis als neuer Weltrekordler aus dem Eisloch. Damit übertraf Redl seinen sechsten Weltrekord vom März 2009 um sieben Meter.

Im Kontrast zum Eistauchen steht Redls neuer Sponsoringpartner: „Ägypten – wo alles beginnt“ nennt Christian Redl diese extreme Sportsponsoring-Symbiose voller Kreativität und Inspiration. Ägypten – wo alles beginnt lautet auch das neue Motto der Werbekampagne des Landes. Im Vordergrund steht dabei die Inspiration zu Großartigem, passend zum Thema Extremsport und Freediving. Der Sponsor Ägypten markierte die gesamte Weltrekorddistanz mit einem spektakulären 100-Meter-Banner. Damit wurde auch erstmals eine Vielzahl neuer Logos der neuen Werbekampagne der Öffentlichkeit vorgestellt.

Werbebanner des Urlaubslandes Ägypten kennzeichnet die Tauchstrecke
Ein 100 Meter langes Werbebanner des Urlaubslandes Ägypten
kennzeichnete die Tauchdistanz Redls unter dem Eis.

Der strahlende Champion Christian Redl: „Das Gefühl nach einem neuen Freediving-Rekord ist in Worten nicht zu beschreiben. Die Welt braucht Helden, ich will einer sein. Ich bin stolz darauf, in meiner sportlichen Kreativität von Ägypten unterstützt zu werden, einem Land, das für mich die beste Tauchdestination der Welt ist. Ägypten erzählt seit Jahrtausenden aufregende Geschichten und ich fühle mich geehrt, daß Ägypten heute meine eigene Story erzählt.“

Tamer Marzouk, Direktor Ägyptisches Fremdenverkehrsamt in Deutschland: „Wir sehen in Christian Redl den Visionär im Extremsport, der für unser gesamtes Tauchsegment hervorragend repräsentiert, wofür Ägypten zwischen Tradition und Moderne steht: Ägypten inspiriert. Ägypten ist das Land, wo alles beginnt.“

Christian Redl - Apnoetaucher und Weltrekordhalter

Zur Person:


Christian Redl ist siebenmaliger Weltrekordhalter im Freediving. Außergewöhnliche Weltrekorde stellte er bereits im Dschungel von Mexiko auf: Als erster Mensch tauchte Christian Redl 101 Meter durch eine Höhle und bezwang darüber hinaus eine 60 Meter tiefe Höhle nur mit Hilfe seiner Flossen.

Sein letztes Projekt in Mexiko brachte ihn mit Hilfe eines Gewichtes auf eine Tiefe von 71 Metern. Seine Kreativität im Beschreiten neuer Wege bewies Christian Redl unter anderem, als er 2005 gemeinsam mit seinem Freund und Trainingskollegen Jaromir Foukal das „Eishockey unter Eis“ erfand (siehe auch DiveInside News vom 8.3.09). Nach zwei Länderspielen organisierte er sogar die erste Weltmeisterschaft in den von ihm erfundenen Sport!

Die intensive Verbindung zur Natur, die absolute Stille und die Suche nach dem Einklang mit sich selbst sind Christian Redls Motivation für das Freediving. Aber auch der Drang immer tiefer, weiter, länger zu tauchen und seine eigenen Grenzen ständig neu zu definieren, treiben den Extremsportler an.

Informationen und Bilder: www.christianredl.com


Info:

Beim Freediving unterscheidet man folgende Disziplinen:

Konstantes Gewicht (Constant Weight)
Der Taucher muss aus eigener Kraft ab- und auftauchen. Er verwendet dafür nur seine Flossen, das Bleigewicht darf nicht verändert werden.

Variables Gewicht (Variable Weight)
Der Taucher wird von einem Gewichtsschlitten in die Tiefe gezogen. Das Auftauchen erfolgt aus eigener Kraft. Man darf sich am Seil hochziehen. Der Schlitten darf nicht schwerer als 35 Kilogramm sein.

Keine Limits (No Limits)
Der Taucher wird von einem Gewichtsschlitten in die Tiefe gezogen, das Gewicht des Schlittens spielt dabei keine Rolle. Aufgetaucht wird mit Hilfe eines luftgefüllten Hebeballons.

Freier Abstieg (Free Immersion)
Der Taucher hat keine Flossen an. Er zieht sich am Seil in die Tiefe und wieder nach oben.

Konstantes Gewicht ohne Flossen (Constant Weight without fins)
Wie konstantes Gewicht, allerdings ohne Flossen. Man darf auch nicht am Seil ziehen.

Zeittauchen (Static)
Man versucht solange wie möglich unter Wasser zu bleiben.

Streckentauchen (Dynamic)
Der Taucher taucht eine horizontale Strecke. Es gibt zwei Möglichkeiten: Mit Flossen (Stereo- oder Monoflossen) oder ohne Flossen.


Quelle:
PR-Agentur des Ägyptischen Fremdenverkehrsamtes
Powerbroker Public Relations
Frankfurt/ Germany * Vienna/ Austria
Communication in the fast lane.

Fotos: PPS-Muenchen ©