Ende der IWC - Hoffnung für die Wale?

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28.06.2008 01:45
Kategorie: News

WDCS kritisiert mangelnde Strategie der EU für nachhaltigen Walschutz

Logo IWC Santiago de Chile: Gestern, Freitag den 27.6.08, ging in Santiago de Chile die 60. Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) zu Ende. Zunächst war die Tagung von dem Willen der Mitgliedsstaaten geprägt, die Kernkonfliktpunkte des Walfang- und Walschutzlagers lösen und zu einem Kompromiss für die „Zukunft der IWC“ zu kommen. Mit Dänemarks Antrag zur Kommerzialisierung und Ausweitung der Waljagd in Grönland verhärteten sich aber die Fronten. Der Antrag wurde aber mehrheitlich abgelehnt.

Informationen zum Thema:

Tagebuch Walfangkonferenz
Tötung von Buckelwalen verhindert
Erfolg gegen Walfang auf der IWC
Webseite der IWC
Das Leben von 50 Buckelwalen – 10 pro Jahr für eine fünfjährige Fangquote – gerettet zu haben, ist sicher ein schöner Erfolg“ sagt Nicolas Entrup, Sprecher der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS, „die meisten kritischen Punkte wurden aber wieder vertagt

Den Regierungen der Walschutzstaaten fehlt es an einer Strategie und an Visionen für einen umfassenderen Walschutz", kritisiert Entrup. Das liegt nach Ansicht von Entrup auch daran, dass die Europäischen Staaten, die traditionell mehrheitlich zu den Walschutzstaaten gehören, mit Island, Norwegen und Dänemark drei Länder in ihrer Region haben, die völlig unregulierten Walfang betreiben und wenig kompromissbereit sind.

„Wenn die IWC nicht zum zahnlosen Tiger verkommen soll, muss auch in Europa die Aushöhlung des Moratoriums durch befreundete Staaten gestoppt werden“..


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