Delfinsterben vor Elba

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15.04.2005 15:24
Kategorie: News
Forschungsboot „MS-Thales“ verfängt sich in Treibnetz

München/Elba – Bei der Untersuchung der Todesursache der vor drei Wochen
bei Elba gefundenen vier Delfine geriet das Forschungsboot MS-Thales in ein
herrenloses Treibnetz und musste die Mission mit einem Schraubenschaden
abbrechen. Robert Groitl, Skipper der MS-Thales, ist jedoch sicher, dass
die Delfine als Beifang in Fischernetzen ertrunken sind oder von Fischern
getötet wurden, konnte dies aber nicht mehr beweisen.

Bei Elba stieß die MS-Thales noch auf einen Delfin mit abgeschnittenen
Flippern. „Die Todesursache konnte an dem verwesenden Tier zwar nicht mehr
eindeutig festgestellt werden, aber die äußeren Verstümmelungen sprechen
eine klare Sprache: „Die Brustflossen scheinen beim Einholen des
Fischernetzes abgeschnitten worden zu sein“, fasst Groitl das Ergebnis der
in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD)
durchgeführten Aufklärungsmission zusammen.

Der Einsatz von Treibnetzen ist seit Januar 2002 laut einer EU-Verordnung
verboten.


Kontakt Robert Groitl, Ozeanograph und Skipper der MS-Thales:
msthales@tim.it
Tel.: 0039 – 329 069 7001
www.green-ocean.de