Delfinschutz: Indonesische Politik lenkt ein

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21.02.2013 08:16
Kategorie: News

Wichtiger Etappensieg

Delfin-Wanderzirkus Indonesien
Wer nicht glaubt, der nicht gewinnt! Dieses schöne Sprichwort gibt es so zwar nicht, es enthält aber dennoch den Schlüssel zum Erfolg, wenn es darum geht unmöglich scheinende Projekte zum Erfolg zu führen. Das wissen seit kurzem auch die Aktivisten der Gesellschaft zur Rettung der Delfine e.V. (GRD).

Mit sehr viel Engagement, nicht erlahmendem Einsatz und dem Glauben an den Erfolg haben die Delfinschützer die unsäglichen indonesischen Delfin-Wanderzirkusse aufs Korn genommen und nun deren Verbot erzwungen.

Nach monatelangen Protesten aus der ganzen Welt hat der indonesische Forstminister jetzt zugesagt, Delfin-Wanderzirkusse zu verbieten und die verbleibenden Delfine zu rehabilitieren. Um sie auf ein Leben in Freiheit vorzubereiten, kommen die etwa 72 Zirkusdelfine nun in eine Rehabilitationsanlage, die die GRD-Partnerorganisation Earth Island Institute zusammen mit der indonesischen Tierschutzorganisation JAAN (Jakarta Animal Aid Network) an der Küste errichtet hat.

Delfinshows Indonesien:

Wanderzirkus für Delfine - Indonesien
Indonesien ist Heimat der weltweit letzten Delfinwanderzirkusse. Über 72 Große Tümmler und Fleckendelfine werden unter entsetzlichsten Bedingungen gehalten, um an verschiedenen Orten des Landes vor Publikum aufzutreten.

Häufig werden die Tiere, nachdem sie ihren Plastikschwimmbecken entnommen wurden, zusammen mit anderen Tieren auf einen Lastwagen geladen und mit den Zirkussen von Ort zu Ortt transportiert. Aufgrund dessen, dass es den Delfinen an einer adäquaten Versorgung mangelt und der Transport eine extreme Stresssituation für die Meeressäuger darstellt, verenden vielen von ihnen auf grausame Weise während des Transports.

Zusammen halten die Unternehmen ca. 72 Delfine in Gefangenschaft. Die Mehrzahl der Tiere ist dabei ständig unterwegs. Die Unternehmen unterhalten allerdings auch eine Einrichtung, in der noch weitere Delfine gehalten werden, um die in regelmäßigen Abständen sterbenden Tiere zu ersetzen. Dies beweist, dass der grausame Tod der Tiere kalkuliert ist und keinerlei Rücksicht auf das Wohlergehen der Tiere genommen wird. Sie sind nur ein Mittel zum Zweck, um Besucher anzulocken und sie für die Shows bezahlen zu lassen.


Bis zuletzt hatten Mitglieder von indonesischen Wanderzirkussen mit harten Bandagen gekämpft, um ihre Pfründe zu verteidigen. Nur mit kugelsicheren Westen konnten der amerikanische Delfinschützer Ric O’Barry und Mitglieder von JAAN an einer kürzlich abgehaltenen öffentlichen Podiumsdiskussion in Jakarta über mobile Delfinshows teilnehmen. Anlass für diese drastischen Sicherheitsmaßnahmen waren Gewaltandrohungen und ein regelrechter Mob vor dem Veranstaltungsort.

Die GRD-Aktivisten danken allen, die ihrem Aufruf gefolgt waren und sich an den Online-Protesten beteiligt haben. Dieser Erfolg sei ein deutliches Indiz dafür, dass Massenproteste und aktive Einmischung ein probates Mittel zum Erfolg seien. „Mitmachen lohnt sich immer“, hieß es vom GRD.

Weitere Informationen:


Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.
Kornwegerstr. 37 - 81375 München - Germany
Tel.: 0049-89-74 16 04 10 - Fax: 0049-89-74 16 04 11
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