Chapeau la France: 5 Tauchunfälle an einem Tag!

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30.03.2016 09:06
Kategorie: News

Schwarzer Ostersamstag am Mittelmeer

Es scheint offenbar etwas dran zu sein, dass die Franzosen es beim Tauchen ganz gerne mal etwas krachen lassen. Dass französische Taucher gerne mal etwas tiefer und grenzwertiger ihren Sport ausüben wird schon lange behauptet. Einen neuen traurigen Höhepunkt brachte nun der Ostersamstag, an dem es zu fünf ernsteren Tauchzwischenfällen kam, bei denen es nur Dank der schnellen Präsenz von Rettungskräften zu keinen Todesfällen kam.

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Auftakt bildete ein Zwischenfall an der Ile de Frioul vor Marseille. Hier musste ein 50jähriger Taucher von Rettungskräften ins Krankenhaus Sainte-Marguerite eingeliefert werden, nachdem er einen 34 Meter-Tauchgang absolviert hatte und danach mit ernsten Problemen – vermutlich schwere Erschöpfung - die Rettung arlarmierte.

Mit denselben Symptomen wurde ein 55jähriger Taucher bei Fréjus von Feuerwehrleuten geborgen und ins Hospital gebracht.

Gleich zwei Taucher waren es, die vor Port Cros einen Tauchgang auf 40 Metern Tiefe abbrachen und einen Notaufstieg absolvierten, nachdem sie beide schon in der Tiefe ein „merkwürdiges Kribbeln“ wahrgenommen hatten. Die beiden Taucher wurden von einem Hubschrauber aufgenommen und in die Druckkammer des Hospitals Sainte-Anne nach Toulon verbracht.

Vor Balaruc-les-Bains nahe Sete kam es im küstennahen Binnengewässer l'Etang de Thau zu einem Zwischenfall bei dem eine 50jährige Taucherin nach einem Tauchgang einen Herzinfarkt erlitt, von Rettungskräften reanimiert werden konnte und mit dem Helikopter ins Krankenhaus überführt wurde.

In einer Presseerklärung mahnte die Préfecture Maritime alle Sporttaucher zur besonderen Vorsicht und Beachtung der Sicherheitsvorschriften. Tauchen sei ein Sport, der eine exzellente Kondition und gute körperliche Verfassung erfordere, hieß es weiter.

Im vergangenen Jahr hatte es in dieser Mittelmeerregion mehra als 150 Tauchunfälle gegeben und der beängstigende Auftakt am Ostersamstag mit gleich fünf Zwischenfällen bestätigt die Erkenntnisse der vergangenen Jahre. Besonders zum traditionellen Saisonauftakt der Taucher über das lange Osterwochenende kommt es in Folge schlechter körperlicher Verfassung, Selbstüberschätzungung und technischer Defekte immer wieder zu einer Häufung von Tauchunfällen.