Austrian Boat Show - Nachlese

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10.03.2011 07:42
Kategorie: News

Austrian Boat Show 2011 in Tulln – ein Rückblick

Boat Show 2011 - Tulln
Messe Tulln: Ausserhalb der Taucherhalle
dreht sich alles um Nautik


Was die boot in Düsseldorf für Deutschland und Zentraleuropa ist, das ist die Boot in Tulln an der Donau für Österreich und Osteuropa. Von der Motorjacht bis zum Rettungsring kann man alles Nautische kaufen, bestaunen oder darüber diskutieren. In einer Halle dreht sich auch auf beiden Messen alles ausschließlich ums Tauchen.

Vier Tage Messe in Tulln sind vorbei. 45.192 wassersportbegeisterte Besucher lassen die Messe Tulln jubeln. Der offizielle Endbericht der Messeleitung spricht von einer Rekordbesucherzahl, mehr als 2010. Alle Hallen voll ausgebucht, alle Stände besetzt und die Parkplätze voll. 350 wichtige Aussteller aus 13 Ländern. Die Krise scheint überwunden.

In der Halle 8 traf man auch 2011 altbekannte Gesichter und fand sich zu netten Gesprächen. Die Nummer eins in Österreich hatte auch wieder den größten Stand: Seastar aus Wien dicht gefolgt von Tauchsport Lorenc. Manfred Werner von unterwasserkamera.at band die Fotobegeisterten an sich. Robert Hofrichter vom RSEC und mare-mundi begeisterte Taucher für Umweltschutz und Meeresbiologie. Auch ein Plauscherl mit Rudy Reinisch von PDA war wieder nett. Neu waren Händler aus den Niederlanden (dirtydivers) und Berlin (Atlantis). Der Stand Sepadiver aus Italien war deutlich geschrumpft und bts suchte man vergeblich.

Bei den ausstellenden Tauchbasen war Kroatien wohl eindeutig die Nummer 1. Die Adria gehört auch zu den liebsten Tauchrevieren der Österreicher, da ist Präsenz angesagt.

Eines ist Tulln immer wieder: Im Vergleich zu anderen Messen ein kulinarisches Highlight. Die Imbisse in den Hallen und am Messegelände liefern ordentliche Qualität zu fairen Preisen. Im Vergleich zur überteuerten Currywurst in Düsseldorf ist die Leberkässemmel um zwei Euro ein Traum. Die Heurigen/Buschenschanken mit lokalen Köstlichkeiten in fester und flüssiger Form waren auch mittags schon gut besucht. Die Wangen der Gäste rot, die Nasen auch. Prost!

DiveCard - Dunkle Wolken am Horizont

An vielen österreichischen Seen ziehen Gewitterwolken auf. Donnergrollen ist deutlich zu hören. Das freie Tauchen an den heimischen Seen könnte bald der Vergangenheit angehören. Eine Situation wie Anfang der neunziger Jahre droht. Das bedeutet Tauchverbote an beliebten Seen oder Eintrittsgeld zu den Tauchplätzen. Die ARGE Tauchen steht von dem aus.

Andreas Pacher, ARGE Tauchen Österreich
Andreas Pacher (li.), der Obmann der ARGE Tauchen, erzählt von den Problemen auf die
die Tauchergemeinschaft in Österreich zusteuert.


Obmann Andreas Pacher ist frustriert und will das Handtuch werfen. Die Verkaufszahlen der Dive-Card sinken beständig und ohne Geld sind die Karten für die nächsten Verhandlungen mit den österreichischen Bundesforsten schlecht. Die Moral der Taucher, sich eine Dive-Card zu kaufen, wird immer schlechter. Die der Tauchbasen, die Card zu bewerben und zu verkaufen ebenso. 15 Euro für ein Jahr freies Tauchen, kann denn das ein Problem sein?

Zum Abschluss kann man auch 2011 nur sagen, dass es sich unter dem Strich wieder ausgezahlt hat, nach Tulln zu fahren. Man sieht sich 2012!