Algen bedrohen die Korallenriffe des Pazifiks

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28.06.2016 09:03
Kategorie: News

Forscher fordern mehr Schutz von Pflanzen fressenden Fischen

Die pazifischen Riffe sind anfälliger für eine größere Verbreitung von Algen, als australische Forscher dachten. Historisch gesehen waren Meeresalgen in pazifischen Riffen weniger verbreitet als in der Karibik. Daher scheinen die Riffe im Pazifik eher unvorbereitet zu sein, mit einigen der heimtückischen Unkräutern fertig zu werden, sobald diese dort Fuß fassen.

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Die Hinweise vom Great Barrier Riff, aus Palau in Mikronesien und Moorea in Französisch-Polynesien mehren sich, dass sich Korallen auch auf Riffen mit noch bescheidenen Mengen von Algen weniger niederlassen.

"Meeresalgen neigen dazu, zu blühen, wenn zu viele Pflanzen fressende Fische weggefischt werden oder wenn über verschmutze Flüsse landwirtschaftliche Düngemittel ins Meer gespült werden. Die Probleme werden zusätzlich durch den Klimawandel verstärkt, denn die Schäden an den Korallen machen es einfacher für Meeresalgen, Fuß zu fassen. Es ist sehr wichtig, dass die Riffe nicht von Algen sondern von Korallen besiedelt bleiben. Die Fischereimöglichkeiten an den Riffen werden sich sonst zumindest halbieren, wenn wir die Türme und Verstecke, die durch die Korallen geschaffen werden, verlieren", so Professor Peter Mumby von der ARC Centre of Excellence for Coral Reef Studies.

Pflanzenfresser zu schützen, ist ein praktischer Schritt, die Zukunft der Korallenriffe zu sichern. So würden Korallenriffe im Pazifik zum Beispiel von der Entwicklung der Fischereivorschriften profitieren, die die Fischerei für Pflanzenfresser reguliert.  So bleiben genügend Fische, Meeresalgen zu kontrollieren und Schäden am Riff begrenzen.

Professor Mumbys Team hat vor kurzem Fischereivorschriften für die Karibik empfohlen und vorgeschlagen, dass nur 10 Prozent der erntebaren Fische jedes Jahr entnommen werden, und dass für Papageifische eine Mindestgröße von 30 Zentimetern gelten sollte.

Weitere Informationen: www.coralcoe.org.au.