Aktion in der Ostsee: Schweinswale sichten

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18.05.2007 20:32
Kategorie: News

Auch 2007: Schweinswale sichten in der Ostsee


Eine Aktion der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere e. V. (GSM)

In guter Tradition seit 2002 bittet die GSM auch dieses Jahr wieder, Sichtungen von Schweinswalen zu melden. Je mehr Daten die GSM über mehrere Jahre erhält, desto aussagekräftiger werden die Analysen. Dennoch ist den Wissenschaftlern selbst heute nicht genau bekannt, wo und wie viele der kleinen Wale in der Ostsee leben, wo ihre Kinderstube ist – und wie und wohin sie wandern.
Ihre Daten können helfen!

Wissenschaftliche Institute, Landes- und Bundesbehörden sowie ein GSM-Bio-Mathematiker bekommen durch präzise Sichtungsangaben Arbeits- und Entscheidungsgrundlagen, wie die bisherigen Veröffentlichungen der GSM bereits zeigen. In der Saison 2006 gingen 1081 Sichtungsmeldungen bei der GSM ein - neuer Rekord. Allerdings ist diese Zahl nicht gleichzusetzen mit einer größeren Population, sondern sie ist das Ergebnis von aufmerksameren Wassersportlern.
Erstmalig wurden auch die Totfunde in die Sichtungskarte aufgenommen. Es waren erschreckend viele – 56 tot an den Strand gespülte Schweinswale! Wissenschaftler befürchten, dass viele dieser Tiere nicht eines natürlichen Todes gestorben sind, sondern dass sie Fischern versehentlich in die Netze gingen und zurück ins Meer geworfen wurden.

Es war wiederum keine Überraschung, dass die meisten Sichtungen aus den beliebtesten Revieren in der westlichen Ostsee stammen. Es stellt sich die Frage: Führen in die zentrale und östliche Ostsee nur weniger Segeltörns, oder sind unsere einzigen heimischen Wale dort tatsächlich so selten geworden, dass sie kaum mehr gesichtet werden? die GSM bittet darum, dort besonders aufmerksam zu sein. Vielleicht kennen Sie auch Crews, die Törns in diese Regionen planen und uns mit Daten helfen könnten.

Die GSM verschickt Schweinswal-Meldebögen, Din-A-4-Poster, Lesezeichen sowie die Sichtungskarte 2006 an 280 Vereine, Marinas und Hafenmeister, um auf die gefährdeten Meeressäuger und die GSM-Aktion aufmerksam zu machen. Über die GSM-Internet-Adressen www.gsm-ev.de können Sie weitere Meldebögen anfordern oder herunter laden. Die aktivsten "Sehleute" 2006 erhalten die Hissflagge "Schweinswalfinne", alle anderen können sie auch bestellen.

Erstmalig starten die GSM in dieser Saison einen Malwettbewerb "Kinder malen für die Schweinswale". Teilnehmen können Kinder bis zum 12 Lebensjahr.

Quelle: GSM (Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere e.V.), Kieler Str. 2, 25474 Quickborn