150 tote Delfine und Schweinswale im Schwarzen Meer

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20.05.2012 09:56
Kategorie: News
18.05.2012 - Das rätselhafte Massensterben an der Nordküste von Peru, bei dem bislang etwa 1.000 Langschnäuzige Gemeine Delfine und Burmeister-Schweinswale ums Leben kamen, ist noch nicht geklärt, schon tritt jetzt auch im Schwarzen Meer ein schlimmes Delfin-Massensterben auf. Ukrainischen Biologen zufolge verendeten in den vergangenen zwei Wochen fast 150 Delfine und Schweinswale. Ihre Kadaver wurden an die südöstliche Krim-Küste gespült. Lediglich ein Tier jedoch konnte gerettet werden.

Die drei Kleinwal-Unterarten Gemeiner Delfin, Großer Tümmler und Schweinswal leben isoliert im Schwarzen Meer, sind vom Aussterben bedroht und streng geschützt. Dazu kommt, da dies das größte Massensterben von Meeressäugern im Schwarzen Meer seit mehr als zehn Jahren ist. Die örtlichen Meeresbiologen gehen bislang von einer Vergiftung aus, da die Tierkadaver keine Verletzungen aufwiesen, wie sie von Fischernetzen verursacht werden. Details zu den Ursachen der möglichen Vergiftung sind noch nicht bekannt.
Ein verirrter Delfin konnte durch eine ungewöhnliche Aktion gerettet werden: Das entkräftete Tier hatte sich in einem schmalen Kanal des Schwarzen Meeres verirrt. Ein Mann hob es kurzer Hand aus dem Wasser, rief ein Taxi, das den Delfin in rasanter Fahrt in den nächsten Hafen nach Kertsch transportierte. Dort wurde das Tier wieder freigelassen.



Quelle: GRD e.V. (http://www.delphinschutz.org/delfine/neues-aus-der-welt-der-delfine/587-massensterben-von-delfinen-im-schwarzen-meer)
Foto: GRD e.V.