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Tauchausbildung am Brechtsee
Abgesandt von Chris75 Registriertes Mitglied am 03.09.2008 - 16:35:

War eben am Brechtsee zum Tauchen.
Das Bild, das sich einem nunmehr unter Wasser bietet, ist grauenhaft.
Rund um den vorderen Tauchereinstieg und im gesamten Flachwasserbereich bis 12m linker Hand davon sieht der See aus, wie umgegraben.
Quadratmeterweise liegt ausgerissenes Seegras verrottender Weise und braun werdend auf dem Kopf, vielerorts wächst schon gar nichts mehr.
An der kleinen Felswand im 8m-Bereich ziemlich mittig linker Hand wächst gar nichts mehr, Tauchausbildung und Tariergenies haben alles verwüstet.
Wo einst, ( noch vor 2 Jahren ), tiefgrüne Seegraswiesen waren, ist nun Mondlandschaft.
Punktuell sieht man auch in derzeit noch intakten Bereichen des Seegrases tiefe Löcher, in denen wohl jemand gekniet war um seine Übungen zu machen, drum herum alles platt gewalzt und ausgerissen.

Warum macht man so was bzw. lässt so was zu ???
Es gibt ein Ausbildungsverbot an dem See, es juckt aber niemanden. Der See ist derzeit schlecht was die Sichtweite angeht und die Vegetation wird Schritt für Schritt zerstört. Die paar Monate des Tauchverbotes im Winter langen dem See bei weitem nicht mehr, um sich zu regenerieren.

Warum macht man Grundtauchscheine, Kompassnavigation, Rettungsübungen, Aufstiegsübungen usw. an diesem See ?? Und auch die tollen Sachen, bei denen sich die Tauchschüler tollerweise auf dem Boden absetzen sollen und somit alles kaputt machen. Warum ???

Da kann man auch an andere Seen im Bereich gehen, an denen zum Einen Tauchausbildung erlaubt ist, zum anderen eh nix mehr kaputt zu machen ist. Die Tauchschüler kriegen eh nix mit, so arg sind die unter Strom. Leider können die Neulinge auch gar nicht bis kaum tarieren, weil man solchen Dingen in der Ausbildung offenbar immer weniger Bedeutung gibt und möglichst schnell in den See will. Schwimmbad ist out. Niveauvolle Ausbildung ist out, Dumpingkurse mit wenig Aufwand dagegen der letzte Renner. Tauchschüler und Tauchlehrer gehen hierbei eine Symbiose ein, der Schüler will möglichst wenig lernen und üben müssen für nen Tauchschein, der Lehrer möglichst wenig ausbilden müssen, da ja angeblich eh nix hängen bleibt und man ja eigentlich keinen Bock hat. Also möglichst schnell in den See, ein paar Übungen abreissen und her mit dem Brevet.
Letztenedes sind die Tauchlehrer daran schuld, die das zulassen und an Seen wie dem Brechtsee ausbilden.
IHR seid schuld an diesem Zustand, daran, dass der See aussieht wie Sau, in meinen Augen seid ihr tauchender Abschaum ohne Ehre.
Im kommenden Jahr bekommen die Tauchschüler dann noch ein Brevet verkauft in dem es um Süsswasserbiologie geht, um Umweltschutz usw. Wenn man damit nicht auch noch Geld verdienen könnte, würde es doch niemand anbieten...

In ein paar Jahren hat man es dann geschafft, dass der zu betauchende Teil im See genauso tot ist wie der größte Teil in Untergrombach.
Aber um ein paar Tauchlehrern gerecht zu werden hat man das wohl hinzunehmen.
Bravo, ihr seid die Helden des Tauchsports und das wofür der Tauchsport steht !!

Vor einigen Wochen sind ein paar Bekannte von mir angezeigt wordem, weil sie mit Scootern im See unterwegs waren. Von denen macht jedoch niemand Dreck, weil die Tauchen können, aber das ist ja ne andere Geschichte...

Wie wäre es denn, wenn man mal Namen der Tauchschulen und Nummernschilder der Autos öffentlich postet von Personen, die Erstausbildung hier betreiben ?? Wäre doch ok, oder ??



Antwort von SPEEDKL / W.Hübner Registriertes Mitglied am 03.09.2008 - 16:56
Das wir das letzte mal am Brechtsee waren, ist schon 2 Jahre. Damals schon stand der See kurz vor der Schließung, da die Anglerlobby entsprechende Maßnahmen unternommen hatte.

Die Diskussion, welche Seen noch für den Ausbildugsbetrieb offen sind und offen bleiben sollten, hatten wir ersts vor Kurzem hier im Forum.
Meine Ansicht ist immer noch die gleiche:

Irgendwo muß ausgebildet werden. Wird ein See gesperrt, wir ein anderer in der Nähe doppelt beansprucht - mit doppleten Konsequanzen für Fauna und Flora. Der Brechtsee sollte nicht auch noch gesperrt werden - im Gegenteil - andere Seen in der Umgebung sollten wieder freigegeben werden, um hier eine Entlastung zu schaffen.

Und eh hier wieder die Dsikussion entbrennt, welcher Verband besser ausbildet: CMASler können bis 2,5m perfekt Tarieren - das ist nämlich die Schwimmbadtiefe - aber unter Freiwasserumständen zu tauchen, mit Bedingungen wie Kalt, schlechte Sicht etc, ist wieder eine andere.

Und NEIN, es wäre nicht okay, Nummernschilder zu notieren - das wäre typisch Deutsch -aber nicht "okay".
Antwort von Chris75 Registriertes Mitglied am 03.09.2008 - 17:09
Irgendwie hört man immer das gleiche...
Sich muss irgendwo ausgebildet werden, aber nicht hier....ist sogar verboten.
Mir ist ehrlich gesagt scheiss egal, ob die herren TL`s mit ihren Schülern dann weiter fahren müssen, aber z.B. in Untergrombach, Linkenheim oder am Rheinauer See kann Ausbildung gemacht werden.

Warum muss dafür so ein See wie der Brechtsee kaputt gemacht werden ??
Und warum sollen andere einfach zuschauen und unter bekannten Vorwänden das einfach akzeptieren ??
Antwort von sunshineblub Registriertes Mitglied am 03.09.2008 - 17:27
nix Untergrombach = Ausbildungsverbot !
Nicht dass hier nun ein falscher Eindruck entsteht.
Antwort von SPEEDKL / W.Hübner Registriertes Mitglied am 03.09.2008 - 18:24
@ Chris75:

Hast du mal in den letzten 2 Jahren verfolgt, welche Seen um Karlsruhe nur noch eingeschränkt betaucht werden dürfen?
Das komplette Binsfeld, Stutensee, Eggensteiner, Untergrombach, weiter unten dann beide
Grauelsbaumer und und und...

Dir mag das scheissegal sein - den Leuten, die Tauchen lernen wollen aber nicht. Und dann darf auch keiner meckern, wenn die Ausbildung im Urlaub gemacht wird und die Ausbildungsqualität darunter leidet..
Antwort von superfisch Registriertes Mitglied am 03.09.2008 - 18:44
Irgebdwo muss ausgebildet werden, stimmt - aber:

Wenn schon Ausbildung gemacht wird, dann kann man doch dafür sorgen dass die Schüler vom Boden weg bleiben beim Tauchen (Ausnahme notwendigerweise die Übungen für den Schein). Wenn ich aber sehe dass ein Tauchschüler quasi einen ganzen Tauchgang mit Bodenkontakt unternimmt (und das ist nicht notwendig) zweifle ich stark am begleitenden Ausbilder.
Wenn bei mir ein Tauchschüler Bodenkontakt hat dann ziehe ich Ihn notfalls einem Meter nach oben - man kann den Schülern durchaus klarmachen dass ein Abstand von ca. 2m zu Boden/Pflanzen etc. strikt einzuhalten ist. Wenn man während des TGs auf den Schüler achtet kann man diesen jederzeit vom Boden weghalten - entweder durch Anleitung/Handzeichen zur Korrektur oder notfalls auch durch Eingreifen in die Tarieung des Schülers. Wer sich diese Mühe nicht macht oder die Schüler einfach machen lässt (nach dem Motto: die sollen ja auch Spaß daran haben) sollte m.E. nicht ausbilden...
Antwort von diver1987 Registriertes Mitglied am 03.09.2008 - 18:53
Hallo Chris75,
gebe Dir hier in vielen Dingen recht. In einem
solchen See kann man auch mit Grundtauchschein und einem Guten Tauchlehrer tauchen.Die Ausbildung ist hierbei das A und O. Eine gewissenhafte Ausbildung im Schwimmbad ohne Zeitdruck ist hier von Vorteil.Und ein verantwortungsvoller TL geht mit keinem Tauchschüler in den See, wenn er nicht optimal im Schwimmbad tarieren kann. Das Problem unserer Tage ist die häufig schlechte und zu Anspruchslose Ausbildung von den Tauchlehrern selber. Hier geht es nur noch um "Kohle".Viele werden heute zum TL.Der Kommerz und nicht aber die Leistung machen dies möglich. Möchte hier keine Verbandsdiskusion anfangen, aber es gibt schon sehr große Unterschiede. Dies überträgt sich natürlich auf die
Tauchschüler. Wie man so schön sagt "stinkt der Fisch vom Kopf her". Bei Verbänden mit z.B. 30 - 40 Tauchlehrerprüfungen im Jahr, sowie unzähligen sog. Crossovern, kann man sich vorstellen was dabei rauskommt. Es muss also jeder Tauchschüler selber entscheiden, ob´s in der Ausbildung auch ein bisschen mehr sein darf, oder ob man nur den "Schein" will. Dann brauch man sich aber nicht zu wundern, wenn unsere Seen ümgewühlt werden und man sich über schlechte Sichtweiten ärgert.. Verbandsunabhängig gilt hier nur eins: Klasse statt Masse und wenn man will findet man das heute im Tauchsport noch vor.
Antwort von Dunker Registriertes Mitglied am 03.09.2008 - 19:55
Was die Ausbildung angeht - kann ich nur unterstützen, wie jeder andere halbwegs vernünftige Taucher. Nur das mit den Kennzeichen etc. lass besser bleiben !!!
Du würdest durch Veröffentlichung dieser Daten damit gegen das DSG (Datenschutzgesetzt) verstoßen und individuelle Daten über Zeit und Ort ohne Rechtsgrundlage veröffentlichen.

Abgesehen davon, dass TN diese eben aus diesen Gründen sofort wieder löschen würde.

Und selbst wenn nicht, bekommt der Veröffentlicher sofort ein Klage an den Hals, von jemandem, der sich in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt sieht. ("Ich war das nicht" "Keine Ausbildung" "Geschäftsschädigend" etc.)

Ich kenne den See selber nicht, aber wenn Ausbildung da verboten ist, reicht es aus, die von Dir angeführten Daten der zuständigen Stelle (vermutlich O-Amt) zuzuleiten, die dann mit Dir als Zeugen (ja - so ist dass, da muss man durch) einen Bußgeldbescheid erlassen kann. Über ein, zwei Fotos, die ev. sogar eine Ausbildung dokumentieren, würde sich die Bußgeldstelle dann sicherlich freuen.

Gruß,

D.
Antwort von Anna Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 09:09
dieses, es muss irgendwo ausgebildet werden, kann ich nichtmehr hoeren Es ist eine Tatsache, dass in den meisten See im Raum Karlsruhe Ausbildungsverbot herrscht. Leider haelt sich niemand dran und ich finde es schlimm, dass zwischenzeitlich auch schoene Seen wie der Brechtsee platt getaucht werden.

Die Befuerworter sollten mal am WE hingehen.

Ausserdem sich fragen, wieso sollte es bei einem Ausbildungsverbot anders sein wie bei allen andern Verboten? Ueberholverbot, Parkverbot als Beispiele...

- Darf ich da einfach mein Auto hinstellen, weil ich es irgendwo hinstellen muss?

- Darf ich da einfach ueberholen, weil ich schneller vorwaerts kommen will?

Oder suche ich mir nicht in der Regel einen Parkplatz, wo parken erlaubt ist oder eine Stelle, wo ueberholen erlaubt ist.

In dem Sinne, es gibt auch im Raum Karlsruhe Seen, in denen Ausbildung nicht verboten ist bzw. es gibt auch Tauchschulen, die haben sich einen See gepachtet, um dort ausbilden zu koennen.

Ich faende es sehr sinnvoll, wenn die Gemeinden an den Seen hart durchgreifen wuerden. Waere gute Einnahmequelle und die Anzahl der Tauchschulen wuerde weniger werden.

Zu erkennen sind sie ganz einfach, sei dies an ihren Autos oder auch an den Damen und Herren, die die Ausbildung von aussen koordinieren.

Gruesse Anna
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 09:32
Die Geschichte betrifft mich eigentluich nicht, da ich aus einer anderen Ecke komme.
Trotzdem kurz mein Senf zu einer Äußerung von Superfisch, die mir sauer aufstößt.

"Wenn schon Ausbildung gemacht wird, dann kann man doch dafür sorgen dass die Schüler vom Boden weg bleiben beim Tauchen (Ausnahme notwendigerweise die Übungen für den Schein)."

Falsch, wenn in unseren Seen ausgebildet werden soll, mit all dem feinen Sediment, dann gehört das Bodenturnen auf eine Plattform.
Ist am See Ausbildungsverbot dann gibt es vermutlich keine, keine Plattform = keine Ausbildung - Punkt
Antwort von Frank Z. Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 10:24
Doris - Punktlandung, so und nicht anders
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 10:58
Was anderes - der Unmut ist ja verständlich ...

Aber ...

Die Personen, die sich hier über Ausbildungen beschweren ... - WO habt Ihr denn damals eure Tauchausbildung gemacht und wie ?
Gab es Plattformen, habt Ihr selber Nie ohne Plattform auf dem Seeboden (egal welches Gewässer) eure Übungen gemacht ?

Das Plattformen eine gute Hilfe sind ist unbestritten, aber hier wären auch die Behörden gefragt, da in vielen Gewässern die Tauchschulen zwar gerne Übungsplattformen anbringen würden, die Behörden dies teilweise jedoch verbieten ...

Dazu - sollten Plattformen zugelassen sein und montiert werden - schaut auch doch mal all die "erfahrenen Taucher" an, die scheinbar nicht selten sich einen Jux draus machen und aus langeweile hingehen und Plattformen beschädigen ...

Teilweise sind existente Plattformen in einem derart miserablen Zustand, das Ausbildungen darauf sehr gefährlich wären ...

Außerdem sind es nicht immer nur Tauchausbildungen, die derartige Gewässerbeschädigungen herbeiführen, sondern es sind auch nicht selten "erfahrene Taucher" in den Gewässern und machen dort irgendwelche Übungen - teilweise auch einfach testen von neuem unbekanntem Equipment ... - und die bleiben dabei auch nicht immer dem Seeboden fern ...

Also pauschales Schimpfen auf Tauchschulen und Tauchausbildungen ist etwas fehl am Platz ...
Antwort von nightclubber Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 11:10
@ boesewicht

genau so wollte ich das auch schreiben, habe meine 3 versuche aber wieder gelöscht....

kann ich dir nur zustimmen
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 11:24
Es ist ja auch so ... - sieht man immer wieder und kennt es ja auch von der eigenen Ausbildung damals ...

Wegen Plattformen und Behörden ...

Mir ist sogar ein Fall bekannt, wo Plattformen (wirklich gute) vorhanden sind, von den Tauchbasen auch gepflegt werden und nun von den (Nichttauchenden) Behörden die Auflage kam, diese abzubauen und aus dem Gewässer zu schaffen ...

Begründung:

"Ein Taucher könnte ja bei einem Nachttauchgang dagegenstoßen und sich verletzen ..."
Antwort von milkyway Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 11:39
Hallo!

Na, dann muss man ja für alle mal eine Lanze brechen, die im Urlaub den Schein machen und dann erst hier tauchen gehen. Zumindest die Grundkenntnisse im Bereich Tarierung sollten vorhanden sein.

Fakt ist aber auch, dass in einem See, der für Ausbildungen gesperrt ist, keine Ausbildung stattfinden darf - Punkt.

Traurig finde ich aber auch, dass in vielen Seen der Grund ähnlich aussieht. Und ich muss Bösewicht absolut recht geben, dieses ist all zu oft auch auf erfahrene Taucher zurück zu führen. Auch Taucher mit einer dreistelligen TG-Anzahl sieht man wie eine Wasserbombe ins Wasser gehen.

Als Beispiel
O-Ton bei Planung: "Bitte auf 18m austarieren, da feines Sediment am Grund, also nciht durchsacken lassen." Ein Ehepaar mit gesamt 310 (165 zu 145 wenn ich mich richtig erinnere) TGs springt ins Wasser, rauscht auf 18m an einem vorbei und schlagen wie eine Bombe am Grund auf - netterweise landet der Mann auf der Frau.

Na, dann nehme ich doch lieber Tauchschüler. Die sitzen wenigstens nur rum

BTT, richtig traurig wird es, wenn durch solch einen Blödsinn, weitere Seen gesperrt werden - es sind eh schon gnug gsperrte da.

Just my 2 Cent

CU Oliver
Antwort von Matthias_99 Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 11:48
Das der See sehr leidet ist unumstritten, aber das an Tauchschulen festzumachen ist zu einfach. Wer tatsächlich öfters dort ist weiß, das sich hier hunderte von Tauchern tummeln. An guten Tagen der Parkplatz nicht mehr ausreichend und von Morgens bis Abends gefüllt ist. Nicht jede dort anwesende Tauchschule macht Ausbildung, sondern auch geführte Tauchgänge, bei diesen wird sehr wohl darauf geachtet, dass von neu Brevetierten Tauchern die Regeln eingehalten werden.

Wenn dort trotz Verbot ausgebildet wird, sollen diese auch die Konsequenzen spüren.

Es wird hier mit zweielei Maß gemessen und das ist nicht in Ordnung.

>Vor einigen Wochen sind ein paar Bekannte von mir angezeigt wordem, weil sie mit Scootern im See unterwegs waren. Von denen macht jedoch niemand Dreck, weil die Tauchen können, aber das ist ja ne andere Geschichte... <
Diese Sätze sind falsch, da es eben nicht eine andere Geschichte ist. Einige dieser Scooterfahrer waren der Meinung sie müsten ihre fahrerischen Fähigkeiten mit Seeumrundungen zur schau stellen und sind somit in nicht freigegebene Bereiche getaucht. Weiterhin gibt es auch welche die ihre ersten Scooterversuche in diesem See unternommen haben(und das ohne Brevetierung).

Auch wenn sie Tauchen können bleibt eines gleich und das ist, das die Regeln nicht eingehalten wurden.

Und das ist das Problem. Es wird eingestiegen an nicht gekennzeichneten Stellen (weil der Weg so weit ist). Es wird ausgebildet. Es werden Regeln gebrochen weil man ja tauchen kann. Ganze Busladungen und Fahrzeugkolonnen aus halb Deutschland kommen an diesen See. Und das verkraftet er einfach nicht.

Aber das nur Tauchschulen schuld sind, ist zu einfach.

Antwort von SPEEDKL / W.Hübner Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 12:28
Mal ehrlich: Der Brechtsee ist dort, wo noch getaucht werden darf, nicht sonderlich schön. Früher lag der Einstieg ganz hinten links am Wegesrand. Der Bewuchs dort richtung Seemitte ist sehenswert. Mittlerweile wurde der Einstig ca. 150m vorverlegt. Der See glich hier schon immer einer Mondlandschaft - viel zerstören kann man hier nicht mehr.
Nicht jede Basis kann es sich leisten, einen eigenen See zu pachten. Der Brechtsee ist relativ groß und der Bereich, in dem getaucht werden darf, relativ klein.
Aussagen wie "Ich faende es sehr sinnvoll, wenn die Gemeinden an den Seen hart durchgreifen wuerden. Waere gute Einnahmequelle und die Anzahl der Tauchschulen wuerde weniger werden." - sind ein typisches Beispiel für die egoistische
Meinung der bereits seit Jahren brevetierten.
Wir alle haben mal angefangen Tauchen zu lernen. Die meisten Seen, in denen die jetzt erfahrenen Taucher damals gelernt haben, sind jetzt gesperrt.
Fakt ist, das sich Tauchen in den letzten 10 Jahren zum Breitensport entwickelt hat. Irgendwo müssen diese Leute nunmal ausgebildet werden - und dann lieber in einem See-(Bereich), der ohnehin schon eine Mondlandschaft darstellt.
Alles auf die Tauchschulen abzuwälzen, ist einfach, aber unpassend. Neulinge machen Fehler - unbestritten. Aber es sind auch die erfahrenen Taucher, die den Dreck aufwühlen. Einfach aus Desinteresse am Naturschutz, Überheblichkeit, Selbstüberschätzung oder Langeweile.
Vielleicht sind es gerade die Neulinge, die bewusster Tauchen, bewusster auf die Tarierung achten, um ja den TL zufriedenzustellen.
Und vielleicht ist auch die kleine Tauchschule, die es sich nicht leisten kann einen See zu pachten diejenige, die auf saubere Tarierung den größten Wert legt. Und was ist dann schlimmer: Eine "reiche" Tauchschule mit 1000 Schülern im Jahr mit eigenem See in ökologisch einwandfreiem Zustand oder die Ein-Mann-Tauchschule, die im Jahr 10 Frischlinge ausbildet und dazu in einen eh fast toten See (-Bereich) ihre (gute) Ausbidung betreibt.
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 12:55
Schaut euch mal in dem Zusammenhang den Langwieder See bei München an ...

Da war damals das gleiche (bis auf das, das Tauchausbildung gestattet war) ...

Es waren aber nicht nur Tauchschulen, die dort durch die Unterwasserpflanzen gegeistert sind, sondern halt auch massig erfahrene Taucher - im Sommer immer Scharenweise und aus der ganzen Republik

Heute ist der schöne Bereich des See`s für Taucher verboten, ein schmaler nichtssagender und morastiger Bereich jedoch für das Tauchen und für Tauchausbildung freigegeben ...

Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 13:16
@ SPEEDKL / W.Hübner

es gibt immer ein Argument, dass man für sich nehmen kann, Fakt ist jedoch, dass man bei einen Verbot nicht tauchen darf. Das betrifft den, der Umweltgerecht ausbildet genau so, wie die Pottsau, die dutzendweise Schüler durchjagt.
Ein Verbot gilt ohne Ansehen der Person.
Wie willst Du einem Schüler vermitteln, dass Unterlassungen zu einem bestimmten Zweck besser sind, wenn Du selber dazu aus Bequemlichkeit nicht bereit bist?
Antwort von superfisch Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 13:27
@ Doris:
"Falsch, wenn in unseren Seen ausgebildet werden soll, mit all dem feinen Sediment, dann gehört das Bodenturnen auf eine Plattform.
Ist am See Ausbildungsverbot dann gibt es vermutlich keine, keine Plattform = keine Ausbildung - Punkt"

Stimmt soweit - was ich eigentlich meinte:
Wenn Ausbildung gemacht wird und eine Übung am Boden durchzuführen ist dann muss dies eben am Boden stattfinden (für den Moment egal ob Plattform, Kiesboden etc.).
Was aber nicht sein muss im Rahmen eines Ausbildungstauchgangs: Ein permanenter Kontakt des Schülers zum Boden während des gesamten Tauchgangs - was man aber leider sehr häufig beobachten kann (auch im Brechtsee). Eine mögliche Ursache dafür: Die Ausbildung wird "rudelweise" durchgeführt, d.h. viele Tauchschüler und wenige Ausbilder. Dabei kann dann logischerweise auch nicht auf jeden Schüler einzeln geachtet werden - das ist dann scheinbar egal...

Zur Plattform: Es gibt auch andere Möglichkeiten als Plattformen - z.B. eine große Kiesfläche auf der ausgebildet wird. Nur scheint manchen der Kies doch zu hart und es wird sich konsequent auf den normalen Boden gesetzt/gekniet um Ausbildung zu machen, und das 2m neben einer geeigneten Kiesfläche

Lass es mich so sagen:
Ausbildungsverbot => keine Ausbildung !
Solange das Ordnungsamt sich aber nciht daran stört wenn trotzdem Ausbildung gemacht wird - naja.....
Antwort von SPEEDKL / W.Hübner Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 13:35
Das Ausbildungsverbot am Brechtsee wurde verhängt, weil der nahegelegene Anglerverein isch über Taucher beschwert hat, die Angelschnüre zerschnitten haben. Das ist Fakt und beruht auf direkten Informationen von Mitgliedern des Anglervereins, die wir persönlich befragt haben.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das ein Tauchschüler im Beisein seines TLs ein Messer zückt und Angelschnüre zerchnibbelt! Das machen höchstens "erfahrene" Taucher, um denen eins auszuwischen.
Verboten ist bei uns in Deutschland viel. Auch das Rechtsüberholen mit 180km/h auf der Autobahn.Und trotzdem wirds täglich tausendfach gemacht. Man kann Reglementierungen auch übertreiben. Und nur weil die Anglerlobby mit 20 Mitgliedern am Brechtsee so stark ist, müssen hunderte von begeisterten Tauchern drunter leiden.

Auch frage ich mich, wer mehr Dreck aufwirbelt, der Schüler im Beisein seines TLs, der ihn mit Argusaugen überwacht oder der frisch brevetierte OWD/CMAS*ler, der 5 TGs hinter sich hat und nun mit seiner Digicam Steine fotografiert.
Verbote sind dafür da, gebrochen zu werden...
Antwort von superfisch Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 13:42
Sind es wirklich so weinge Angler am Brechtsee? Vielleicht sollten wir den Spieß mal umdrehen und mit - sagen wir mal 100 Tauchern - uns um den See kümmern und die Angler somit vertreiben

Mal im Ernst: Woher kommt es eigentlich dass an den meisten Seen hier in der Umgebung die Angler das Kommando haben?
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 13:57
"Mal im Ernst: Woher kommt es eigentlich dass an den meisten Seen hier in der Umgebung die Angler das Kommando haben?"

Zahl als Taucher die Jahrespacht, die ein Angelverein abdrücken muß und dann weißt Du es ...

Antwort von superfisch Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 14:20
Ok, du meinst also daß der Angelverein den See pachtet. Auch ein Tauchverein kann den See pachten - wenn es wirklich nur wegen der Pacht sein sollte ist es für mich noch unverständlicher (vor allem wenn man die Zahl der Taucher im Vergleich zur Zahl der Angler an manchen Seen sieht). Da ist doch von den Tauchern problemlos das gleiche Geld (oder sogar mehr ) zu holen...
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 14:57
Die Angler haben zu den Kosten auch massig Auflagen hinsichtlich der Gewässer - außerdem findet deren Hobby für jeden nichtbeteiligten sichtbar statt ...

Taucher haben - wenn sie ein Gewässer bekommen können, auch teilweise sehr harte Auflagen - sei es Begrenzung von Tauchern im Gewässer, Nichteinbringen von Gegenständen (dazu zählen zb. auch Plattformen), Sicherstellen der Rettungsmöglichkeiten und der entspr. Kostenübernahme usw usw.

Dann muß man erst mal eine Gruppierung zusammenbekommen, die auch dahingehend die Kosten aufbringen und sich um das Gewässer kümmern - geht meist nur über einen Verein mit entspr. Funktionen usw.

Da ist nicht wenig, was da auf einen zukommt ...

Und ... - unser Hobby findet für Nichttaucher halt auch nicht sichtbar ab - das ist meist das gröbste Problem ...
Die Leute sehen nicht, was die Taucher machen - hören aber viel von den negativen Geschichten über dieses merkwürdige Volk oder von deren Unfällen ...

PS: Die Kosten für so ein Gewässer betragen manchmal je nach Gewässergröße und Lage auch locker 6-7stellige Summen ...
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 15:01
Dazu - wegen dem Einholen der Kosten bei den tauchern ...

Schau Dir doch mal die ganzen Threads an, wo es den Leuten darum geht, das Ihnen ein paar Euro an einem Gewässer zu teuer sind ...

Schau mal zb. der Echinger Weiher bei München ... 8,50 Euro

Viele maulen rum, weil keine Toiletten, keine sonstigen Extras usw. ... - vergessen aber gerne, das der Pächter halt diese Auflagen hat und nichts mit dem Gewässer machen darf ...

Manchmal sieht man auch Leute Beiträge posten, weil sie zb. mit den Kosten (12,50Euro) am Blindsee (Tirol) nicht einverstanden sind oder mit den Kosten für Samaranger und Fernsteinsee ...

Sobald Kosten anfallen sind die meisten Taucher schnell weg oder unzufrieden und am maulen ...
Antwort von TON Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 15:15
Hallo,
ich denke wir sollten doch die Angler nicht zu sehr zum Thema machen. Also zumindest ich habe bisher mit Anglern nur gute Erfahrungen gemacht.
Aber das Problem ist doch das man allen Leuten die, warum auch immer, etwas gegen die Taucher haben Wasser auf die Mühlen schüttet wenn man sich über Verbote hinwegsetzt. Und was ich von einem Tauchlehrer, der ja eine gewisse Vorbildfunktion hat, halte der sich bewusst und wiederholt über ein Verbot hinwegsetzt drücke ich hier lieber nicht so deutlich aus. Und dann kommt noch hinzu das die Schüler ja bereits im Kurs beigebracht bekommen das es unproblematisch ist sich über Verbote hinwegzusetzen.
Wenn wir an diesem Punkt mal weiterdenken was sind das dann für Taucher wenn sie erfahrener sind? Klar einige lernen sicherlich dazu und bemerken evtl. später sogar das ihre Ausbildung doch Schwächen hatte...aber ob das bei allen passiert wage ich zu bezweifeln. So und dann bleibt also nach einiger Zeit doch wieder ein ganzes Rudel von "erfahrenen Tauchern" übrig die schon von Anfang an wissen das Verbote dazu da sind um sie zu ignorieren. Wenn wundert es da das die durch den See pflügen und sich um Flora und Fauna nur insofern kümmern das sie genau wissen wie groß der größte Hecht im See ist. Und dann kommt irgendwann das was kommen muss...die so bewässerten Mühlen haben in der zwischenzeit gemahlen und das nächste Tauchverbot fällt unten heraus.
Und das ist doch genau das was alle Taucher nicht wollen. Ausgebildete Taucher wollen tauchen und Ausbilder wollen ausbilden und Lehrer wollen lernen ...also kann doch jeder für sich selbst dafür sorgen das wir das Wasser zum Tauchen verwenden und es nicht auf die Mühlen schütten.
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 15:23
Antwort von SPEEDKL / W.Hübner Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 13:35

"Das Ausbildungsverbot am Brechtsee wurde verhängt, weil der nahegelegene Anglerverein sich über Taucher beschwert hat, die Angelschnüre zerschnitten haben. Das ist Fakt und beruht auf direkten Informationen von Mitgliedern des Anglervereins, die wir persönlich befragt haben.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das ein Tauchschüler im Beisein seines TLs ein Messer zückt und Angelschnüre zerchnibbelt! Das machen höchstens "erfahrene" Taucher, um denen eins auszuwischen."

Du magst recht haben, aber trotzdem ist Ausbildungsverbot!

"Verboten ist bei uns in Deutschland viel. Auch das Rechtsüberholen mit 180km/h auf der Autobahn.Und trotzdem wirds täglich tausendfach gemacht."

...und tausendfach wird gestraft und wenns nicht hilft auch verboten, s. Streckensperrungen für Mopedfahrer.

"Man kann Reglementierungen auch übertreiben. Und nur weil die Anglerlobby mit 20 Mitgliedern am Brechtsee so stark ist, müssen hunderte von begeisterten Tauchern drunter leiden."

Nur die Schulen

"Auch frage ich mich, wer mehr Dreck aufwirbelt, der Schüler im Beisein seines TLs, der ihn mit Argusaugen überwacht oder der frisch brevetierte OWD/CMAS*ler, der 5 TGs hinter sich hat und nun mit seiner Digicam Steine fotografiert."

Richtig, ändert aber auch nichts am Verbot

"Verbote sind dafür da, gebrochen zu werden... "
Genau!
Unt zwar so lange, bis die Angler keinen mehr reinlassen.

Bin ich froh, dass es solche Probleme hier nicht gibt.
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 15:34
"also kann doch jeder für sich selbst dafür sorgen das wir das Wasser zum Tauchen verwenden und es nicht auf die Mühlen schütten. "

Mit das größte Problem ...

1000 Taucher verhalten sich entspr. der Regeln und achten drauf, keinen Ärger zu machen ...

Dann kommen aber 1-2 Deppen, halten sich nicht an die Regeln, interessieren sich nur für sich und nicht für die Interessen aller Taucher und das Ergebnis ist das gleiche bzw. der Hauptgrund ...

Die negativen Beispiele überbrücken immer die positiven gebildeten Meinungen ...
(sieht man bei jedem Tauchunfall ... - tausende Tauchgänge im Jahr an einem Gewässer ohne Probleme - 2-3 Tauchunfälle und tauchen ist ja sooooo gefährlich, Tauchen muß unterbunden werden ...)

Da kenne ich reichlich derer (die sich nicht an Regeln und Vorgaben halten) - man kann aber nichts dagegen unternehmen, außer man erwischt sie aktuell bei sowas und zeigt sie an ...
denen ist es egal, wenn evtl. ein Gewässer gesperrt wird - sie gehen dann ja trotzdem dort tauchen ...
Antwort von Anna Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 15:43
Natuerlich koennen Verbote gebrochen werden, sicher lange und oft... Aber irgendwann wird der See oder auch andere Seen eben gesperrt.

Dann koennen wir uns Gedanken drueber machen, ob es nicht vielleicht besser gewesen waere sich an die Verbote zu halten... Was meinst Du SPEEDKL / W.Hübner

wieso es zu so vielen Einschraenkungen des Gemeingebrauchs in Baden Wuerttemberg gekommen ist...

Wieso kann man im Winter oder in der Nacht nur noch in so wenigen Seen tauchen...

Wieso es an so vielen Seen Grillverbot gibt...

Wieso es in so vielen Seen Ausbildungsverbot gibt...

Wieso es im Brecht zu den Einschraenkungen kam...

Die Angler zahlen in der Regel und nicht gerade wenig fuer die Ausuebung ihres Hobbies. Trotz allem kann es ein Miteinander geben, wenn man miteinander redet.

Ansonsten Ausbildungsverbot ist Ausbildungsverbot.

Wenn ich ausbilden will, muss ich mir entweder einen See suchen, wo es erlaubt ist, einen pachten, Gebuehr zahlen oder es lassen.

Gruesse Anna
Antwort von TON Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 15:53
"Mit das größte Problem ... "

Da gebe ich dir vollkommen Recht bösewicht.

Wenige machen das kaputt was viele betrifft.
Mir fällt da der Begriff "Heuschrecken" ein obwohl das Zahlenverhältniss ja bei denen anders ist. Aber bei machen Leuten scheint die "nach mir die Sintflut"-Mentalität hoch im Kurs zu stehen.

Ob Anzeigen jedoch der richtige Weg ist weiss ich nicht. Denn was passiert wenn viele Anzeigen eingehen, wird das dann denn Tauchern gut oder schlecht angerechnet wenn über das nächste Tauch-Verbot nachgedacht wird?
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 16:06
Wenn ich als Taucher einen anderen Taucher anzeige, weil dieser sich nicht an die entspr. Vorgaben gehalten hat - einmal bekommt der einen Denkzettel und bei den Behörden bleibt im Kopf, das Tauchern sehr wohl daran gelegen ist, das manches eingehalten wird ...

Bezogen auf Anglern - warum haben die denn so eine große Lobby und solche Fürsprecher - weil die - wenn es drauf ankommt - auch gegen die eigenen Leute - sprich Angler - angehen ...

Schwarzangeln lassen die nicht so durchgehen ...

Warum sollten wir als Taucher denn da nicht mitziehen ?

Wenn mir einer wegen seinem Verhalten das Hobby versauen möchte, da Ihn meine Interessen nicht interessieren - warum sollte ich mich da in Zurückhaltung üben ?
Antwort von TON Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 16:24
@boesewicht

von dieser Seite betrachtet hast du Recht.

@all
Ist es eigentlich bekannt was einer/m Tauchschule/-lehrer blühen kann wenn er angezeigt wird, lässt sich das einfach über die Kursgebühren wieder eintreiben oder ist es wirklich spürbar?
Antwort von SPEEDKL / W.Hübner Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 16:58
@ ANNA:

Du hattest dich beschwert, das durch Tauchschulen der Brechtsee ökologischen Schaden nimmt. Deine Aussage ist so nicht ganz korrekt und wurde weiter oben mehr oder weniger widerlegt.
Der Brechtsee wurde für Ausbildung gesperrt, weil einige Nicht-Tauchschüler die Angler geärgert haben. Außerdem wurde sich auch von den Anglern beschwert, das deren Zufahrt angeblich durch Taucher oft versperrt ist. Auch hier waren das (wahrscheinlich) auch wieder bereits brevetiere Taucher. Mir geht es hier darum, das nicht immer auf den Tauchschulen rumgehackt werden sollte.
Auch Angler bauen Mist. Wer von uns hat noch nicht abgerissene Angelschnüre mit mehreren Metern Länge irgendwo in einem See gesehen. Und diese werden auch noch in 100 Jahren dort hängen.

Es sind, wie Bösewicht sagte, immer einige wenige "Spezialisten", die Das verbocken, was dann der Rest aus der Tauchergilde ausbaden muß.
Pauschalisierung fehl am Platze. Ein See ist Allgemeingut und sollte nicht von einigen Wenigen als ihr Eigentum betrachtet werden, nur weil der Vorstand vom Angelverein den Bürgermeister vom ansässigen Kaff kennt und der aus Ärgernis über o.g. "Spezialisten" Tauchschulen die Ausbildung verbietet, obwohl er selber niemals einen Tauchschüler gesehen hat geschweige dennselber mal Schüler war und somit weder Tauchen an sich noch die Ausbildung als solche beurteilen kann.
Wahrscheinlich lief die ganze Sache folgendermaßen ab:

Anglervorstand zum Bürgermeister: "Du, Karl-Heinz, diese Taucherdeppen..und Tauchschulen die nerven da immer wieder rum, kannste da nix gegen machen?
Bürgermeister: "Naja",das Schoppenglas kurz vom Mund nehmend.."so pauschal nicht - Tauchen ist in Baden-Würtemberg vom Land her erlaubt, aber den Tauchschulen, den können wir das vermiesen, das ist dann nämlich kommerzielle Nutzung".

Und Zack..geht kaum 3 Monate später ein Erlaß von Karl-Heinz raus, der die Tauchschulen als die Bösewichter schlechthin darstellt. Na prost Mahlzeit.
Antwort von nightclubber Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 17:42
ich glaub ich muß jetzt hier mal ne lanze für die angler brechen, war nämlich selber jahrelang einer.

zum thema angelschnur, klar gibt es da schwarze schafe, aber wenn dein köder irgendwo unter wasser hängen bleibt reisst dir in 50% aller fälle die schnur und bleibt im wasser, da kannst du gar nichts gegen tun.

zweitens haben die angler noch viel mehr auflagen als die taucher und können oft noch nicht mal so schnell schauen wie ihnen ein gewässer weggenommen wird weil angeblich vögel beim brüten gestört werden etc. kenne ich selber aus eigener erfahrung. die jugendlich die dort mit ihren mopeds wilde sau spielen stören den vogel ja nicht....

ich hab als angler mit tauchern bisher immer in friedlich coexistenz gelebt und nun als taucher mit den anglern auch. weil im endeffekt wollen beide das gleiche, ruhe entspannung und einen enttakten see an dem man viel freude hat
Antwort von TON Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 17:43
sicherlich ist es für Tauchlehrer und Tauchschulen alles andere als angenehm wenn der Hausweiher für die Ausbildung gesperrt wird.
Und dies gilt egal aus welchem Grund er gesperrt wurde.
Aber eine Verbot ist gültig, egal aus welchem Grund es ausgesprochen wurde, und zwar so lange bis es aufgehoben wird. Und das auch wenn es noch so unsinnig ist. Dadurch das man ein Verbot ignoriert macht man die Sache nur noch schlimmer und den Weg zurück schwerer.
Vieleicht können wir uns darauf einigen das es Taucher gibt die auf ihre Umwelt achtgeben und solche die es nicht oder ungenügend tun.
Und ich denke nun mal ein Taucher dem (wenn vieleicht auch nur unterschwellig) beigebracht wird das Verbote zu missachten sind um ein guter Taucher zu werden zu welcher art Taucher wird er wohl mit großer Wahrscheinlichkeit heranwachsen?
Antwort von Anna Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 17:47
SPEEDKL / W.Hübner,

ich denke mal, dass ich was zu den Reglementierungen dort gefuehrt hat, sicher einiges mehr mitbekommen habe als Du, denn ich war eine derjenigen, die die Normenkontrollklage gefuehrt haben. Auch wenn die Gruende sicher vielschichtig waren.

Ich tauche regelmaessig dort, kenne den See seit vielen Jahren und sehe auch was sich veraendert hat.

Es geht nicht drum, wie es dazu gekommen ist, sondern momentan drum, wie wir in unseren Seen auch in Zukunft tauchen koennen. Das ist etwas, das uns alle angeht.

Ich bilde uebrigens auch mit aus, gehe aber in den o.g. See nur zum tauchen.

Nicht einhalten von Verboten oder auch eine Kontrahaltung oder Konfrontation mit den Anglern foerdert den Erhalt der Tauchmoeglichkeiten sicher nicht.

Dein Hinweis, Verbote sind dazu da, dass sie gebrochen werden, schlaegt auch in diese Richtung.

Gruesse Anna
Antwort von Meenzer am 04.09.2008 - 19:10
Sagt mal Leute eine Frage!
Hier wird ständig über das Ausbildungsverbot im Brechtsee gesprochen.
Ich klammer jetzt mal das Tauchseen-Portal aus.
Sagt oder zeigt mir doch mal die Stelle in der „Rechtsverordnung der Stadt Philippsburg über die Benutzung des Brechtsee´s“ (Aktuelle Version vom 01.06.2007, www.philippsburg.de/), in der geschrieben steht, dass die Ausbildung dort grundsätzlich verboten ist!
Keine Tarierübungen....klar!
Keine gewerbliche Nutzung... klar!
Keine Nachttauchgänge ... auch klar!
Aber grundsätzlich keine Ausbildung ???

Im übrigen bin ich sehr erschüttert über die Art und Weise derjenigen, die sich in diesem Forum selbstherrlich als „Götter der Tauchertechnik“ hervorheben und sich nun anmaßen über andere absolut unsachgemäß zu Urteilen (wer will kann sich jetzt angesprochen fühlen).
Wir alle waren mal Anfänger und werden es in gewisser Weise auch immer bleiben. Aus meiner Sicht kann keiner von sich behaupten, absolut fehlerfrei seinem Hobby nachzugehen.
Erfahrung ist es, die einen guten Taucher ausmacht und Erfahrung ist bekanntlich eine Ansammlung von Fehlern, womit wir wieder beim ursprünglichen Problem angekommen sind.
Im übrigen frage ich mich auch, warum man sich hier im Forum versucht „Luft“ zu verschaffen, anstatt direkt vor Ort die Leutchen anzusprechen, die unsachgemäß mit unserem wertvollen Gewässer umgehen. Gewiss, dazu gehört ein wenig Mut, unter dem Deckmantel der Anonymität fällt halt doch so einiges leichter aber erreicht man damit auch den richtigen Personenkreis?

Natürlich gebe ich euch allen Recht und in mir steigen ebenfalls starke Bedenken auf, wie es wohl mit diesem tollen See weitergehen wird.
Aber mein Unmut beginnt nicht erst IM See, sondern fängt schon viel früher an. Nämlich wenn ich beobachten muss, wie z.B. das geltende Parkverbot einfach ignoriert wird, wie teilweise Berge von Müll zurück gelassen werden! Was ich versuche möchte klar zu machen ist, wir liefern doch den meist nichttauchenden Anglern, Badegästen etc. und nicht zuletzt auch den Vertretern der Stadt Philipsburg alle Argumente frei Haus, um dieses Gewässer für uns Taucher zu sperren!!!! Da braucht man nicht erst abzutauchen. Hier muss aus meiner Sicht der erste Ansatz erfolgen!
Schaut euch mal, nur ein paar Km entfernt den Marx-Weiher an. Dort läuft natürlich auch nicht alles optimal aber in diesem See wird die gesamte Palette der Tauchausbildung durchgeführt. Ja und was soll ich sagen, es scheint zu funktionieren. Der See ist reglementiert (separate Diskussion) und leidet nur unwesentlich, zumindest scheint er es zu verkraften, selbst an Tagen mit vollem Bade- und Tauchbetrieb!
Also, wenn auch schon einige Male erwähnt, hier noch mal:
Der Ausbildungsbetrieb alleine ist im Brechtsee nicht für den oben beschriebenen Zustand verantwortlich!!!

In der Hoffnung, dass wir weiter den Brechtsee nutzen dürfen und das manche versuchen werden ihre Denkweise zu ändern, sei es in Richtung zu mehr Courage oder zum sensibleren Handeln gegenüber unserer Umwelt, ich wünsch` euch einen schönen Abend und immer unfallfreie, berührungslose Tauchgänge.

Meenzer
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 22:57
"Keine gewerbliche Nutzung... klar!
...

Aber grundsätzlich keine Ausbildung ??? "

Was glaubst Du, was denn unter "gewerbliche Nutzung" fällt ?

Da zahlt jemand einen Betrag und ein anderer erbringt dafür eine Leistung zum Gelderwerb ...

Das ist nun mal kein Freundschaftsdienst, sondern gewerbliche Nutzung ...

Somit hast Du Dir selber schon die passende Antwort gegeben, wo steht, das dort ein Verbot für Tauchausbildung herscht ...
Antwort von SaschaT Registriertes Mitglied am 04.09.2008 - 23:58
Tach zusammen, also da ich in der nähe wohne bin ich öfter im brechtsee.

das mit der ausbildung is schon klar und muss nicht sein, aber alles darauf zu "schieben" find ich nicht richtig.

fakt ist das der see total überlaufen ist!
als ich letztens dort war und um 18 wieder heim wollte sind gleich 13 Autos aufeinmal angerückt und alle zusammen ab ins nass und das war unter der woche.am wochenende is ja fast schon unmögklich noch n parkplatz zu bekommen, zumindest morgens.

n ander mal hab ich auf 5 metern mein stop abgesessen und da sind ca. 10leute aufeinmal
rein, und egal wie gut man tarieren kann, wenn 10 leute ihre flossen anziehn hockt man unten plötzlich im nebel und der geht ja nich grad schnell wieder weg.


alles in allem würde dem see n begrenzung der taucher schon gut tun.
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 05.09.2008 - 01:55
"alles in allem würde dem see n begrenzung der taucher schon gut tun."

Wiederspricht auch keiner - nur würden sich viele halt nicht dran halten ...

Wer sollte sowas auch kontrollieren ?
Antwort von SaschaT Registriertes Mitglied am 05.09.2008 - 03:48
stimmt wohl,

vielleicht wirds auch so wie an manch andren seen, anmelden zahlen tauchen oder nich anmelden erwischen lassen und ab zur kasse
Antwort von Meenzer am 05.09.2008 - 07:35
@ bösewicht

Meine Frage hast du leider nicht beantwortet!

Denk doch mal über den Kommerziellen Tellerand hinaus!
Es gibt auch noch Menschen in Deutschland, die nichts für ihre Tätigkeiten bekommen. Diese (Übungsleiter und Tauchlehrer) geben ihr Wissen „Just for Fun“ weiter und handeln im Rahmen eines Ehrenamtes!
Ja und davon gibt es in unserem Lande sehr viele. Fast der gesamte VDST baut darauf auf und alle darin organisierten Vereine tragen einen Zusatz „e.V.“ (eingetragener Verein), verfolgen also rein ideelle Zwecke.

Schönen Tag an alle
Meenzer
Antwort von Kormoran Registriertes Mitglied am 05.09.2008 - 09:27
@boesewicht: So wie`s SaschaT schreibt war`s am Brecht schon mal. Bis zur Normenkontrollklage. Ich wünsche mir die Zeit zurück.

Ausbildung verboten: OK. Sehe ich auch so und muss sich daran gehalten werden. Aber ich glaube nicht, dass die Kommerz-Buden alleine die Verantwortung tragen.

Kleine Beispiele gefällig, die ich diesen Sommer erlebt habe? Die DLRG-Ortsgruppe Durlach rückt mit zwei Einsatzfahrzeugen und ungefähr 12 Mann an und macht am Einstieg I Retten-und-Bergen-Übungen und walzt mit ihren Leinen die Ufervegetation platt: SUPER! Echte Vorbilder.

Brevetierter, "erfahrener" Taucher, zeigt der neuen Freundin "mal schnell wie Tauchen geht", natürlich im Surf-Shorty. Die Freundin pflügt mit Tempo 200 und den Pupillen am Maskenglas in Todesangst den Boden zehn Zentimeter unter der Grasnarbe durch.
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 05.09.2008 - 09:44
Ich habe doch die ganze Zeit gesagt, das man sich nicht an den Tauchschulen aufhängen kann und soll ...

Was Ausbildung beim VDST betrifft ...

Ausbildung im Verein ist auch Ausbildung und wenn man dort evtl. keinen Kurs buchen und bezahlen muß , man zahlt dann aber Beiträge für den Verein - also auch wieder nichts mit "kostenlos und Ehrenamtlich" - mag ja sein, das der TL dies umsonst macht, aber es wird für eine Ausbildung etwas bezahlt - somit wieder komerzielle Nutzung - somit auch da "Tauch bzw. Ausbildungsverbot" ...
Antwort von Meenzer am 05.09.2008 - 09:53
Ich wiederhole nochmal meine bereits gestellte Frage, wo steht in der "Rechtsverordnung der Stadt Philippsburg über die Benutzung des Brechtsee´s“ geschrieben, dass die (nicht kommerzielle) Tauchausbildung verboten ist?
Antwort von Meenzer am 05.09.2008 - 10:05
@ Bösewicht

Jetzt war ich doch etwas zu langsam mit meinem letzten Eintrag.
Zu deiner Aussage kann dir nur empfehlen dich über den Sachverhalt eines gemeinnützig tätigen Vereines/Ehrenamtlichen zu informieren.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 05.09.2008 - 11:22
"Sachverhalt eines gemeinnützig tätigen Vereines" ->

Auszug aus der Satzung eines Tauchvereins:

§ 3 - Gemeinnützigkeit
1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes ‚Steuerbegünstigte Zwecke‘ der Abgabenordnung.
2. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
3. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. .....

als da sind:

§ 2 - Zweck
Zweck des Vereins ist die Förderung des Schwimm- und Tauchsportes.
Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch:
Ø Das Abhalten von regelmäßigen Übungsstunden.
Ø Das Abhalten von u. Teilnehmen an Unterwassersportwettkämpfen und Demonstrationen.
Ø Das Propagieren des Unterwassersports.

Die Mittel desw Vereines werden also für Unterwassersportkämpfe und Ausbildung verwendet. Die Mittel einer gewerblichen Bude auch (weniger für Wettkämpfe, mehr für Ausbildung), nur sollte bei denen etwas übrigbleiben (wenigstens für die Steuern) Viele Tauchschulen sind Hobby von Leuten, die ihren Verdienst aus einem Hauptberuf ziehen und das ganze als Hobby ohne große Verdienstabsichten betreiben. Für so eine Schule bilde ich z.B. aus. Die Aussage von Bösewicht ist insofern nachvollziehbar.

Das Tun unterscheidet sich jedoch nicht wirklich, oder?? Zumindest findet sich in der (herangezogenen) Satzung z.B. keine Selbsterklärung, dass hierdurch das ökologische System eines Gewässers nicht gestört werden sollte. Dieser Auffruf findet sich da eher bei manchen Verbänden

Ich glaube einem Gewässers (und hierum geht es in diesem Thread) ist es egal, ob o.g. Verein oder eine gewerbliche Schule durch Ausbildung seine Ruhe stört. Oder die Leute, die im Selbstversuch z.B. Trockiübungen abhalten. Neulich beobachtet, wie solche bei Tarierungsübungen mal kurz ein paar Meter umgepflügt haben. Die Gewässerbelastung ist bei allen gegeben.

Ist ein schwieriges Thema. Ich persönlich plädiere für Ausbildungen an unproblemtischen Stellen, Kiesboden, Sand, Plattformen etc. Und zuvor im Bad viel Wert auf Tarierungsfähigleit zu legen.
Antwort von Meenzer am 05.09.2008 - 12:52
@ shuttle

Ich kann in deinem Kommentar jetzt nicht nachvollziehen, um welchen Verein es sich handelt, aus dem die Satzungsabschnitte stammen.
Normalerweise erkennen organisierte Tauchvereine automatisch die Satzungen ihrer Landes- bzw. Bundesverbände an und darin ist wiederum das Verhalten im ökologischen Bereich geregelt, sprich „Umweltschutz“.
Es geht oder ging mir auch ursprünglich gar nicht um eine Gegenüberstellung von Gewerbetreibenden und gemeinnützig Tätigen.
Fakt ist aber, die kommerzielle Nutzung, sprich alle mit Gewerbeschein, können den See nutzen, dürfen aber dadurch kein Geld verdienen, egal ob es sich dabei um Ausbildung oder einfach nur um „betreutes Tauchen“ handelt, um es mal ganz einfach auszudrücken.

Andersrum und vorsichtig überspitz ausgedrückt könnte man jetzt die Brechtsee-Verordung auch so auslegen, dass sämtliche gewerblichen Tauchschulen an diesem See nichts zu suchen haben (jetzt hab ich sicherlich ne neue Diskussion gestartet, sorry)
Insofern stimme ich der Aussage von „Bösewicht“ einfach nicht zu. Denn der „normale Tauchverein“ oder wie geschildert DLRG, verdienen mit ihrer Ausbildung, egal wo, kein Geld, sie arbeiten allenfalls kostendeckend, so sollte es zumindest sein. Diese Situation trifft sicherlich auch auf etliche Tauchschulen zu aber dort wird prinzipiell eine andere Idee verfolgt, nämlich das Betreiben eines Geschäftes.

Ansonsten hast du völlig Recht mit deiner Aussage, dass es einem Gewässer egal sein kann, durch welchen Umstand es leiden muss und insofern habe ich auch nichts gegen ein selbstauferlegtes Ausbildungsverbot. Ich für meine Person wollte lediglich hinterfragen, ob und wenn ja wo ein Ausbildungsverbot im Brechtsee behördlich festgelegt ist.
Auch zu deinem letzten Abschnitt in punkto schwieriges Thema und Ausbildung an unproblematischen Stelle gehe ich völlig mit dir dacor.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 05.09.2008 - 19:28
Meenzer : Ja, ok, kann deine Gedanken nun soweit nachvollziehen.
Antwort von Chris75 Registriertes Mitglied am 05.09.2008 - 21:48
Und wie läuft es nun weiter ???? Wenn nun in Zukunft ausgebildet wird, bleuen die TL`s nun ihren Schülern ein, dass sie sagen sollen dass es nichts kostet um dieses gewerbliche Verbot zu umgehen ??

@ SPEEDKL / W.Hübner,

dass der Brechtsee abgeblich im zubetauchbaren Bereich eh nicht so schön anzusehen sei....soll das nun rechtfertigen, warum man hier ausbildet und rumsaut ?? Durch genau den Umstand, dass ausgebildet wird, dass die Leute nicht tauchen können, dass manche alles kaputt machen mussen....deswegen sieht es hier erst so aus. Soll das Motto sein den See im betauchbaren Bereich erst so kaputt zu machen, dass man dann mit ruhigen Gewissen sagen kann " jetzt wo er eh schon hin ist, kann ich auch ausbilden "...läuft das in die Schiene ???bravo !!

Jeder jammert rum, dass es kaum gescheite Seen gibt, wenn ich aber lese, wie man es versucht zu rechtfertigen, dass hier Ausbildung gemacht wird usw., wird mir echt schlecht.
Das nicht nur Ausbildung an dem Zustand schuld ist, ist mir auch klar, es setzt dem ganzen jedoch die Sahnehaube auf.
Und solange meine Kollegen und ich dafür zusammengestaucht werden, weil wir im See scootern, sehe ich nicht ein, warum man dem Ganzen einfach zusehen sollte.
In ein paar Jahren ist der See am Arsch wenn es so weiter geht, hoffentlich wird er bald wieder für die breite Masse dicht gemacht und ordentlich kontrolliert, wie es vor ein paar Jahren war.
Ich bin sogar bereit, dies aktiv zu fördern, sowohl finanziell als auch durch Taten.
Antwort von SPEEDKL / W.Hübner Registriertes Mitglied am 06.09.2008 - 01:14
"Und solange meine Kollegen und ich dafür zusammengestaucht werden, weil wir im See scootern....."

So, spätestens jetzt wissen wir, WER an dem schlechten Image der Taucher schuld ist.
Herzlichen Dank
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 06.09.2008 - 08:59
Was macht man mit scootern an einem See, der gerade mal 600m lang und sehr flach ist? ... Karpfen jagen? ... geht bitte mit so etwas an den Bodesee, da habt ihr Platz.
Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 06.09.2008 - 09:11
shuttle:
Antwort von Chris75 Registriertes Mitglied am 06.09.2008 - 10:25
@ SPEEDKL / W.Hübner,

ahhhhh...träum weiter !!
Solange Du ein Ausbildungsgewässer hast und man Dich machen lässt, ist doch alles in Butter....
und solange Leute wie DU so weiter machen, wird dieser See Schritt für Schritt weiter kaputt gehen. Bald ist der See so wie Du ihn willst, dann kannst Du auch ruhig ausbilden....

DU solltest Dich mal schlau machen, woher am Brechtsee das " schlechte Image " der Taucher kommt. Mach Dir mal die Mühe und suche den Kontakt zu einem der Angler.
Antwort von SPEEDKL / W.Hübner Registriertes Mitglied am 06.09.2008 - 12:15
@ Chris75

Öhm..bitte??
-Ich bilde weder im Brechtsee aus noch bin ich damals dort ausgebildet worden.
-Ich halte auch mit meiner DLRG - Ortsgruppe dort keine Rettungsübungen ab und grabe die Botanik um
-Ich habe mich mit Anglern unterhalten - hättest du auchnur ansatzweise die Texte weiter oben gelesen und verstanden, wüsstest du das.
-Was pöbelst DU MICH so blöde von der Seite an? Das unsere Seen immer mehr reglementiert werden, liegt an Leuten wie DIR, Leute, die mit Scootern durch die Gewässer fahren und Halligalli machen, obwohl das Scootern im Brechtsee ausdrücklich verboten ist (keine motorbetriebenen Fahrzeuge - ein Scooter hat einen Motor).
Faß Du dich erstmal an deine eigene Nase und urteile nicht über Leute, deren Text du nicht gelesen hast bzw. nicht kennst.
Antwort von Chris75 Registriertes Mitglied am 06.09.2008 - 18:33
@ SPEEDKL / W.Hübner,

das waren doch Deine Worte....

"Mal ehrlich: Der Brechtsee ist dort, wo noch getaucht werden darf, nicht sonderlich schön. Früher lag der Einstieg ganz hinten links am Wegesrand. Der Bewuchs dort richtung Seemitte ist sehenswert. Mittlerweile wurde der Einstig ca. 150m vorverlegt. Der See glich hier schon immer einer Mondlandschaft - viel zerstören kann man hier nicht mehr.
Nicht jede Basis kann es sich leisten, einen eigenen See zu pachten. Der Brechtsee ist relativ groß und der Bereich, in dem getaucht werden darf, relativ klein.
Aussagen wie "Ich faende es sehr sinnvoll, wenn die Gemeinden an den Seen hart durchgreifen wuerden. Waere gute Einnahmequelle und die Anzahl der Tauchschulen wuerde weniger werden." - sind ein typisches Beispiel für die egoistische
Meinung der bereits seit Jahren brevetierten.
Wir alle haben mal angefangen Tauchen zu lernen. Die meisten Seen, in denen die jetzt erfahrenen Taucher damals gelernt haben, sind jetzt gesperrt.
Fakt ist, das sich Tauchen in den letzten 10 Jahren zum Breitensport entwickelt hat. Irgendwo müssen diese Leute nunmal ausgebildet werden - und dann lieber in einem See-(Bereich), der ohnehin schon eine Mondlandschaft darstellt."

Genau das ist der Grund, warum ich Dich "dumm" anmache, weil es leider Leute gibt, die genau so denken. Vor nich mal allzulanger Zeit war er noch intakt im zu betauchenden Bereich.
Und das war übrigens auch die Grunddiskussion hier, der Zustand des Gewässers, das was daraus gemacht wird und wie der See in ein paar Jahren aussieht. Die schönen und mit besserer Sicht gesegneten Teile sind ja dann bald offensichtlich nur noch ausserhalb der zu betauchenden Zone.

Die Scooter- und Anglergeschichte war ne nette Einlage um davon abzulenken, dass es Leute gibt, denen die Flora und Fauna in dem See total egal ist und die sagen..." ist eh schon halb kaputt, also machen wir weiter....."

Ich habe letztes Jahr einem auf dem Campingplatz wohnenden Angler ein Holzpaddel aus dem See geborgen und mich mit dem unterhalten....wie Du schon sagtest regen die sich über verstopfte Zufahtstrassen auf, auf Feldern abgestellte Auto`s und den riesen Rummel der im allgemeinen so abgeht an dem See. Das Märchen von Tauchern die Angelschnüre abschneiden...ich persönlich kenne keinen Taucher, der sich freiwillig Angelschnüren oder Angelhaken nähert unter Wasser, konnte mir auch von den Anglern nicht bestätigt werden...
Darauf will ich aber nicht näher eingehen...

Da Du jetzt aber wegen der Scootergeschichte so abgehst....wenn man was verbietet, sollte man mal erörtern, dass noch mehr Sachen verboten sind:
- das Aufstellen von Wohnwägen und Wohnmobilen
- kommerzielle Nutzung ( z.B. Tauchschulen )
- das Tauchen mit technischen Gerät, so weit dadurch eine Beeinträchtigung der Unterwasserflora und Fauna zu befürchten ist
- Tarierübungen
- Zum Tauchen berechtigt sind darüber hinaus nur Personen, die im Besitz eines anerkannten Tauchbrevets sind
und nun Dein Lieblingspunkt:
- das Fahren mit motorisierten und bespannten Fahrzeugen

Alles schön und gut, fresse ich soweit. Alles was hier aufgezählt ist, ist verboten. Das Scootern verteufelt man, beschimpft die Leute und alles andere wird geduldet, obwohl der See augenscheinlich dadurch leidet ?? Und dann gibt es noch Leute, die offen für Ausbildung sind, das legalisieren, obwohl es genauso verboten ist und wie schon gesagt einen grossen Teil dazu beiträgt, dass der See so mies dasteht ??

Ich würde sagen, dass sich wenn schon, jeder mal an die Nase fassen sollte, der sich durch einen weiter oben ganannten Punkt angegriffen fühlt, nicht nur die bösen Scooterfahrer. Man neigt nämlich dazu, die Sachen anzuprangern, die einem selbst ein Dorn im Auge sind, am Gewässerschutz sind offenbar nur wenige interessiert.
Antwort von Meerjungfraus Bester Registriertes Mitglied am 06.09.2008 - 18:50

Ein paar Bemerkungen dazu, da ich selbst nahezu wöchentlich am Brecht tauche:

- Es sind keineswegs in erster Linie Ausbildungen im See das eigentliche Problem, sindern in erster Linie die schiere Anzahl der Taucher, die an dem See einfallen, seit vor 2 Jahren der neue (nähere) Einstieg angelegt wurde.
Vor allem die große Anzahl an neuen und unerfahrenen Tauchern, die unbegleitet unterwegs sind, habe ich als häufigste "Ackerer" gesehen.

- Es sind zwar regelmässig auch Tauchschulen vor Ort, die aber nach meine Beobachtungen meist geführt Tauchgänge durchführen und auf (ihre) Anfänger ein Auge haben! Gerade diese Schulen finde ich, handeln verantwortlich und sollten nicht pauschal verteufelt werden! - sie machen NICHT notwendigerweise Ausbildung!
Zudem bilden die Schulen gegenüber den vielen Einzel-Tauchern eine Minderheit, zu mal sich Seen wie z.B. Linkenheim ja auch viel besser zum ausbilden eignen (wobei genau genommen auch dort nur Tauchen mit bereits vorhandenem Brevet erlaubt ist, also auch keine Ausbildung!).

- Die (wenigen) Ausbildungen, die ich dort schon beobachtet habe, waren meist weiterführende Kurse und keine Seegrund-pflügenden OWD-Schüler (die übrigens keineswegs automtisch pflügen - jeder verantwortungsvolle TL wird das von Anfang an zu verhindern wissen!)

- und ich habe auch schon mehrfach einen in der Südwestpfalz ansässigen CMAS-Verein dort ausbilden sehen und keineswegs nur (die bösen) Kommerzbuden.

@ Chris75: Natürlich finde ich auch, daß man sich an Verbote zu halten hat. Aber es ist geradezu LÄCHERLICH, das Du hier so polemisch auf die Schulen drauf haust (so einfach ist das Problem dort nämlich leider nicht!) und dabei selber verbotenerweise scooterst!!!

Einziger sinnvoller Weg am Brecht ist auch dort (wieder) Kontingente einzuführen, wie z.B. am Gänsedreck oder Kuhunder im Binsfeld / Speyer wo das sehr gut funktioniert! Damit begrenzt und kontrolliert man die Zahl der Taucher!

Das wäre ein einfacher und sinnvoller Weg!

M.B.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 06.09.2008 - 18:57
MB:
Antwort von Meenzer am 06.09.2008 - 22:27
@ MB

Ich teile ebenfalls deine Ansicht, dass der Brechtsee an guten Tagen (meist Wochenende) einfach „übertaucht“ wird. Dieses Problem ist aber überall dort vorzufinden, wo einfach gute Tauchbedingungen herrschen. Kelsterbach ist da sicherlich ebenfalls ein gutes Beispiel.

Tauchausbildung, wenn sie denn stattfindet, ist nicht ausschließlich für den aktuellen Seezustand verantwortlich. Gerade bei der Ausbildung bin ich fest davon überzeugt, dass auf richtiges Tauchverhalten und Tarierung durch die jeweiligen verantwortlichen TL´s geachtet wird. Ich denke auch hier ist es die Menge an Tauchschüler, wobei nicht jeder Tauchschüler automatisch mit „Anfänger“ gleichzusetzen ist.

Ja und genau aus den oben genannten Gründen weise ich deine Aussage, TL´s als Abschaum zu bezeichnen, aufs schärfste zurück mein lieber Chris75!!
Die Tatsache, dass du oder deine Kumpels beim scootern erwischt worden seid, gibt dir noch lange nicht das Recht hier nun in einer solch üblen und provokativen Art und Weise aufzutreten.

Eine Lösung des Problems ist momentan sehr schwierig. Auf der einen Seite bin ich auch für eine Vergabe von Tauchkontingenten aber auf der anderen Seite kann ich es einfach nicht einsehen, dass das Tauchen in Deutschland immer mehr eingeschränkt wird und dadurch andere Seen, die noch frei sind, stärker belastet werden. Die einzigste Lösung des Problems stellt aus meiner Sicht die Tauchfreigabe für mehr Seen dar. Dies wäre ein Weg um die Ökologie der momentan betauchbaren Seen zu schützen und den vielen (steuerzahlenden) Tauchern/innen eine Möglichkeit zu geben, ihrem schönen Hobby stressfrei nachzugehen. Dieser Weg kann aber nur politisch beschritten werden, wobei wir wieder am Anfang sind, schwierig!!!

Gute Nacht und ein schönes Wochenende
Meenzer
Antwort von SPEEDKL / W.Hübner Registriertes Mitglied am 06.09.2008 - 22:51
Hatte ich das nicht schon erwähnt?

"Auch frage ich mich, wer mehr Dreck aufwirbelt, der Schüler im Beisein seines TLs, der ihn mit Argusaugen überwacht oder der frisch brevetierte OWD/CMAS*ler, der 5 TGs hinter sich hat und nun mit seiner Digicam Steine fotografiert"


Das sich Chris75 hier so künstlich über die Tauchschüler aufregt ist ein Witz. Mit dem Scooter Rabatz amchen und dann mit dem Finger und mords Geschrei auf die anderen zeigen. Das ging aber bös nach hinten los, mein Lieber.


Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 07.09.2008 - 17:38
@ SPEEDKL / W.Hübner
"... aber den Tauchschulen, den können wir das vermiesen, ...Und Zack..geht kaum 3 Monate später ein Erlaß von Karl-Heinz raus, der die Tauchschulen als die Bösewichter schlechthin darstellt."

Der Erlass ist nicht nötig: Tauchen gehört in allen Seen, sofern nicht reguliert, zum Allgemeingebrauch. Kern des Allgemeingebrauchs ist, dass es nicht kommerziell genutzt wird. Daher dürfen Tauchschulen sowieso nicht dort ausbilden, wo sie nicht die ausdrückliche Erlaubnis haben.

@all
Zum Thema kommerziell und ehrenamtlich: kommerzielle Ausbildung erfolgt (aus wirtschaftlichen Zwängen heraus) im Mittel mit einem ungünstigeren Schüler/Lehrer Verhältnis, als ehrenamtliche und Tarierübungen sowie die ganzen Skills im Knien finden weniger zunächst im Schwimmbad statt. In der Summe bedeutet dies, dass ehrenamtlich ausgebildete Schüler weniger den See belasten. Weniger - nicht überhaupt nicht. Aber: Jeder Tropfen höhlt den Stein und deshalb bin ich für eine strenge Überwachung der Regularien.

Ausbildung soll stattfinden. Ich war auch Anfänger und bilde nun auch aus. Aber eben nur (1) dort, wo sie hingehört: Im Schwimmbad und auf Kiesgrund/Plattform, (2) so, dass sie möglichst umweltverträglich ist: Max 1-2 Schüler pro Ausbilder, in austariertem Zustand, kein abknien auf Pflanzen oder Sediment. Ich sagte schon mal: Die Ausbildungsrichtlinien mancher Orgs sind nicht gemacht für unsere Seen. Da muss man eben modifizieren und zunächst mal viele Tauchgänge einfach nur die Höhe über Grund halten lassen und den Flossenschlag korrigieren! (Wenn ich sehe, wie wenig Tauchgruppenfüher das bei ihren Adepten beachten - ein zahlenmäßig noch größeres Übel, als das Abknieen.)

Natürlich machen auch andere Taucher und auch ich Fehler und eine Aufwirbelung entsteht. Aber wir sollten uns mit allen Mitteln darum kümmern, dass dies so wenig wir möglich passiert. Deshalb tendiere ich dazu, (1)*illegale* Ausbildung anzuzueigen und (2) eine allgemeine Kontingentierung gut zu finden (dafür sollte man den Winter frei geben )selbst, wenn ich damit meine eigene Taucherei einschränke: Die Umwelt hat Vorrang vor meinem Ego. Und letztlich habe ich, wenn´s denn sein muss, ein höheres Interesse an eingeschränkten, aber schönen Tauchgängen in intakten Seen, als an uneingeschränktem Tauchen in der Schlammwolkenwüste.

Grüße
Klaus

PS: Wenn der Brechtsee schon gar nicht mehr so schön sein soll: Welche Paradiese müssen wir dann schon verloren haben