Der MSD wurde und wird zu wenig vermarktet. Es stimmt schon, dass diese Zertifizierung für Laien mehr Sinn machen würde, wenn keine Absicht einer beruflichen Tätigkeit vorliegt. Nur wer informiert sich als Nicht-Profi über alle vorhandenen Möglichkeiten? Die wenigsten! Liegt es deshalb nicht an der Basis, wenn sich einer weiterbilden möchte, die Möglichkeiten detailliert aufzulisten

und sie dem Kenntnisstand entsprechend zu empfehlen

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Was Taucher kennt ist die Reihenfolge OWD, AOWD, RD, DM und dann der TL. Noch nicht mal der Assi ist häufig bekannt, geschweige denn der MSD.
Ein weiterer Aspekt dürfte die Strategie der Organisationen sein, für viel Geld möglichst viele TL zu produzieren. Der DM als Vorstufe zum IDC mit allem drum und dran brachte letztendlich mehr in die Kassen als 5 Specialities à ca. 125,- zzgl. Pic, da der Schritt vom DM zum TL schnell gemacht ist.
Was dabei rauskommt, wissen wir. Nämlich häufig nichts Brauchbares (Tendenz steigend), weil durch diese Ausbildungen im Schweinsgalopp m.E. keiner auf ein Kenntnis- oder Ausbilderniveau gebracht wird, der den Titel DM oder Instruktor rechtfertigt. Man kann deshalb eigentlich nur froh sein, wenn sich diese Leute dazu entscheiden, das Tauchen nicht als Beruf auszuüben.
Weder der erwähnte Durchflug der DM-Ausbildung

(2 Wochen? hammerhart!)noch das anschließende gute Zureden, dass man nun zum IDC gehen könne zeigt, dass Interesse an fundierten Aus- und Weiterbildungen besteht. Masse statt Klasse oder Hauptsache der Rubel rollt, und das trifft nicht nur auf PADI zu.
Ich bin froh, dass ich nicht erst heute mit dem Tauchen beginnen möchte, denn wenn ich daran denke, was ein TL können müsste und was er heutzutage aufgrund der Massenausbildungen tatsächlich kann, dann bin ich froh, den unbequemen und zweitaufwenigeren Weg gegangen zu sein, aber immer unter der Obhut und in Kontakt mit Leuten stand, die sich noch mit ihrem Job als TL identifizieren und alles menschenmögliche machen, um einen guten Taucher auszubilden und nicht einfach nur darauf aus sind, bei ihrer Organisation eine weitere Brevetierung eingetragen zu bekommen

. Und die - und das rechne ich sehr hoch an - auch den Mut haben, jemandem zu sagen, dass er eine andere Sportart ausüben sollten, weil sie zum Tauchen, aus welchen Gründen auch immer, keine Eignung besitzen.
Es werden ständig Neuerungen auf den Markt geworfen, die den finanziellen Aspekt zu Gunsten des Verbandes betreffen. Warum also nicht eine, in der mehr Voraussetzungen wie z.B. eine gewisse Anzahl an Specialities für die DM- oder TL-Ausbildung beinhaltet, nicht nur um die Spreu vom Weizen zu trennen, sondern um die interessierten Anwärter auf die nächst höhere Stufe auch dazu zu animieren, sich eben mehr Gedanken über den Werdegang ihrer Taucherkarriere und ihr persönlich anvisiertes Ziel zu machen.
Tauchen zu lernen ist keine große Sache, nur die notwendige Disziplin aufzubringen, den Respekt vor dem uns unbekannten Lebensraum und Situationen zu bewahren sowie das Erkennen unserer persönlichen Grenzen und ungeplanten Situationen sind Sachen, auf die in OW- und AOW-Ausbildungen nicht ausreichend eingegangen wird, die einem aber in Speciality-Kursen geradezu die Augen öffnen.
Trish
Ich drücke jetzt bewusst nur einmal "Antwort absenden"