Tauchausbildung Foren

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DM vs MSD

Hai,
ich würde gerne mal eure Meinungen hören über die Ausbildung zum Divemaster und Master Scuba Diver. Warum wollen soviele Taucher (Rescue Diver), wenn sie ihre Ausbildung fortsetzen wollen, den Divemaster machen, obwohl sie überhaupt nicht daran denken, später professionell zu arbeiten (als Guide oder als TL) ? Der logische Schritt wäre doch eher der Master Scuba Diver ! Hier suche ich mir 5 Specialty aus, die mich interessieren und erreiche das "höchste" Brevet im Sporttauchbereich. Zumal bei einer "Urlaubsausbildung" innerhalb von zwei Wochen sowieso kein vernünftiger DM ausgebildet werden kann !
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04.01.2006 23:32
das liegt vielleicht daran, das PADI keine höherstehende ausbildung für Amateurtaucher anbietet.
andere Organisationen haben einen Kurs in dem tauchen auf höherem Nivau angeboten wird, bei PADI ist der Rescue das höchste aller dinge.Der MSD ist nur noch kärtchen sammeln.

ist eigentlich auch mein grösstes Kriterium an der Ausbildung von PADI.

grüässli Blub
05.01.2006 00:19
Grüetzi,
wieso ist der MSD nur "Kärtchen-Sammeln" ? Immerhin macht man 5 Specialtys inkl. Theorie... Und wenn das richtig gemacht wird (TL-abhängig !), dann lernt man doch noch einiges ! Ob derjenige dann unbedingt dieses MSD-Kärtchen braucht, ist eine andere Frage ! Aber mir sind bis jetzt nur sehr wenig Taucher mit Specialtys begegnet (außer Nitrox). Doch jeder AOWD denkt, er wäre der Profi im Tieftauchen, in der Navigation etc. Und welche Kurse auf höherem Niveau von anderen Organisationen meinst du ? Für Amateurtaucher ist auch bei CMAS bei *** Schluß ! (Ich will hier nicht PADI verteidigen, aber das ist auch nicht das Thema und soll es auch nicht sein !) Mir fällt nur auf, daß bei anderen Organisationen die Spezialbrevets (Specialtys!) deutlich mehr absolviert werden als bei PADI ! Und nicht nur, weil es teilweise Pflichtkurse sind.... Ich habe auch schon *-Taucher gesehen mit SK TS & R oder Gruppenführung.
05.01.2006 00:30
Das ist zwar auch schonmal vor einer Weile diskutiert worden,aber ich sag auch was dazu.
Es sind eher die Unerfahrenen,die sich diese Frage stellen(keine Beleidigung!!).Es wird ja gesagt:-Du kannst wählen zw DM & MSD-.Die,die komplett ausschliessen,professionell weiterzumachen,machen dann halt MSD.Die,welche sich die Option behalten wollen,machen DM-zahlen für`s 1.Jahr MBT und bleiben 1 Jahr später immernoch DM,aber ohne MBT im Renewed Non-Teaching-Status.
Dazu bekommt man aber als DM eine eingehendere Ausbildung und wird schon mal ans System herangeführt,was man beim MSD nicht unbedingt so nennen würde.
Es ist auch möglich,erst den MSD und dann den DM zu machen-ist zwar unsinnig,aber PADI legt da sicher keine Steine in den Weg.
Aber Deine Aussage,Clowni,:>MSD-Hier suche ich mir 5 Specialty aus,die mich interessieren und erreiche das "höchste" Brevet im Sporttauchbereich.<
Viele TG`s hast Du sicher noch nicht(Schätzung<60).Geh noch ne Weile Tauchen(besonders im Urlaub) und Du wirst Dir diese Fragen selbest beantworten können!
P.S. Alles ernstgemeint und ohne Ironie/Sarkasmus/Hetze!!!
@Blub
>Rescue das höchste aller dinge.<
Sicher,es ist der 1.Kurs bei PADI,der fordert-hat aber mit Tauchfertigkeiten/-erfahrung nicht viel zu tun.
Zu Deinem letzten Satz>da gibt`s noch Größere!
Grüässli zruck!
DS
05.01.2006 00:39
Oi Joi Joi, Clowni, jetz fährst Du aber auf!
1.bei CMAS kannst Du auch **** machen(schau mal Forum Ausb.!-aktuell!)
2.man braucht einfach spezielle SK für den nächsten*(gewisse Anzahl an TG`s eingeschlossen!)
3.Der AOWD ist;in Verbindung mit seiner Bedeutung,schlichtweg ein Witz und Deine Einschätzung korrekt
4.nicht jeder RD ist auch ein Retter!
05.01.2006 02:03
@Clownsfish
Bist Du nun Barakuda TL(hast Du beim Kindertauchen stehenlassen!),oder nich?Blick grad nicht durch bei Dir!
05.01.2006 02:15
@DS
das ist mein grösstes kriterium, weil daraus resultiert, dass TL s mit 100 TGs gar keine hochstehenden Tauchübungen ,kontrolliert, durchführen können.

Ausserdem, eine Bergung von einem Taucher hat sehr wohl etwas mit Tauchfertigkeiten zu tun.

bei einem hochstehenden kurs wird soetwas dann kombiniert mit muster suche, kompassnavigation, einhaltung von dekostufen bei der bergung usw.

grüässli BLub
Vercingétorixold school
05.01.2006 09:18
Der CMAS **** wird für Verdienste um Volk und Vaterland verliehen, den kann man nicht machen. Jedenfalls nicht im Sinne einer Verkaufsförderung.
05.01.2006 11:32
OK, da muss ich was klarstellen : ich bin Barakuda TL*** (und auch nebenbei PADI TL), habe mehrere tausend TG und langjährige Erfahrung auf Auslandsbasen (deshalb beziehe ich mich hier auch nur auf Ausbildung im Ausland). Ich wollte hier bloss mal eure Meinungen hören, da ich immer wieder auf DM-Ausbildungen angesprochen werde, von Leuten, die nie im Profi-Bereich tätig werden wollen. Also, warum das Ganze ? Denn gerade auf Auslandsbasen ist die DM-Ausbildung sowieso für den Ars*** In zwei Wochen zum Profi ist Illusion ! Im IDC-IE wird nichts mehr in der Richtung gelehrt und da ist gerade die DM-Ausbildung der wichtigste Schritt. Solche Taucher sollten (und das ist meine Meinung !!) doch eher -wenn sie etwas lernen wollen- pro Urlaub mal ein Specialty machen ! Für so etwas ist genug Zeit, um es anständig durchzuführen. Ich z.B. habe noch nie einen DM in 2 Wochen ausgebildet und werde es auch nie tun. Eine anständige Ausbildung zum angehenden Profi sollte MIN. 2 Monate dauern (z.B.TL-Assi) ! Dann ist man gut vorbereitet für die TL*-Prüfung ! Die Assis beim Holger (Sea Bees) machen eine ganze Saison die Ausbildung, obwohl sie nebenan in der Tauchbasis den Divemaster in 2 Wochen machen könnten und obwohl sie später mit der CMAS-Ausbildung nirgendwo in Thailand arbeiten können. Die Sache ist doch, daß jede Auslandsbasis einem Rescue Diver (2-3 Wochen Urlaub) eher den Divemaster verkauft als ein/zwei/drei Specialtys.... Und das ohne zu Fragen, ob er irgendwann mal als DM/TL arbeiten will ! Egal ! Der muss jetzt den DM machen... So´nen Quatsch !
Bestes Beispiel habe ich jetzt in Eilat erlebt : Tauchschüler ist AOWD und bucht RD-EFR-DM ! Die Kurse werden in 14 Tagen durchgezogen !!! Ist das eine fundierte Ausbildung ? Hätte man da nicht eher RD-EFR und eventuell einen Specialty verkaufen sollen ? Der Tauchschüler meinte im Vorfeld bereits, daß er den Schein nur haben will (also spätere Arbeit als Profi ausgeschlossen !) Da läuft etwas doch falsch, oder ?

Grüße
Andreas


PS:
"...das höchste Brevet im Sporttauchbereich." War sicherlich ´ne dumme Formulierung von mir ! Eher : "..bei PADI !" Klingt schon realistischer !
Und den ****-Taucher habe ich hier extra nicht bedacht, weil der für Auslandsbasen selten in Frage kommt... Trotzdem, DANKE für den Hinweis !
05.01.2006 12:19
@clownfisch

Wie kommst Du darauf zu sagen, dass die DM Ausbildung im Ausland fuer`n Arsch ist? Ist das nicht vielleicht etwas ueber den Kamm geschert? Klar ist er das auf manchen Basen, wo die einen Divemaster nach zwei Wochen mit knappen 60 Tauchgaengen zertifizieren, aber glaubst Du in Deutschland das niemand?

Hier bei uns liegt der Durchschnitt so bei zwei bis drei Monaten fuer die Ausbildung zum DM, kommt natuerlich darauf an, ab die komplett neu sind oder schon etwas Erfahrung haben. Aber auch mit Taucherfahrung und Vorbereitung kommt hier keiner wirklich unter einem Monat weg.
05.01.2006 13:03
Über die Ausbildung in Deutschland habe ich ja auch nichts gesagt. Kann ich auch nicht, weil ich da keine Erfahrung habe.... Bin nun mal nur im Ausland unterwegs !
Aber eine anständige Ausbildung im Ausland (Urlaubsgebiete) ist doch wohl eher eine Ausnahme ! Schau einfach mal, wieviel Tauchbasen den DM in 2 Wochen anbieten.... Sind fast (!) alle ! FAST ! Und wie du schon richtig sagst : "...auch mit Taucherfahrung und Vorbereitung kommt hier keiner wirklich unter einem Monat weg." Wieviel Tauchbasen im Ausland kennst du, wo die DM-Ausbildung min. 1 Monat dauert ? Nicht viele, oder ?
Und meine Frage war auch eher, warum es soviele DM gibt, die NIE daran gedacht haben, als Profi zu arbeiten und trotzdem die Ausbildung (teilweise ruckzuck im Urlaub, also OHNE großen Lerneffekt) gemacht haben, anstatt pro Urlaub lieber ein Spezialgebiet richtig zu lernen... Da eiern DM im Wasser mit Digitalkameras rum und haben keine Ahnung, was sie überhaupt knipsen, aber sie sind DM ! Bravo ! Ein Fotokurs (ob PADI Specialty oder Foto-Workshop) wäre vielleicht sinnvoller gewesen, oder ? Nur als Beispiel !
05.01.2006 14:05
DM = Orientierung zum Profi. MSD: 5 verschiedene Spezialkurse - je Kurs über mehrere Tage - wobei die Inhalte sich in Gründlichkeit von CMAS wohl nicht unterscheiden sollen, der einzige Unterschied liegt im Preis. Für den Hobbytaucher ist es meiner Meinung nach o.k., wenn er bei Zwei Sternen aufhört und lieber Spezialkurse absolviert. Wer bei CMAS noch "Gold" macht, will erfahrungsgemäß weiter, also ebenfalls die professionelle Richtung einschlagen. Hier gibt es genau wie bei DM/PADI auch TL, die "Gold" brevetieren (verschenken), wo man sich an den Kopf faßt, wenn man die Leute tauchen oder einen TG vorbereiten sieht. Ich denke mal, viele, die DM werden wollen, machen das einfach, weil sie Interesse an tiefergreifender Theorie haben, die ja bei PADI bis RD leider auf der Strecke bleibt. Dann gibt es natürlich bei beiden Verbänden die Typen, die einfach nur sagen wollen: ich bin DM oder ich habe 3 Sterne! Und was bist/hast Du?!
05.01.2006 14:26
Also, dann wird der DM oftmals aus Prestige-Gründen gemacht, zumindest, wenn er auf Auslandsbasen gemacht wird, da hier ja die Theorie innerhalb von 2 Wochen auch nicht so prickelnd ist !? Dann wird (wurde) der MSD (die Specialtys) bis jetzt falsch vermarktet ! Und deshalb pusht PADI wohl auch im Moment den MSD sehr heftig ! Hoffentlich entschliessen sich "solche Typen" dann mehr, den Weg MSD zu gehen ! Weil viele DM werden später noch von "ihrem" Instructor überredet, den IDC-IE zu machen. Das Ergebnis sieht man ja sehr deutlich bei "Anzeigen->Jobs->Suche Arbeit" ! TL haben wir wohl genug auf dem Markt, oder ? Genau deiner Meinung (CMAS ** + SK ist ok) : RD + Specialty ist genauso ok ! Muss doch nicht der DM sein !
05.01.2006 14:44
Genau, Clownsfish! Der DM oder 3 Sterne werden oft aus Prestigegründen gemacht. Oft auch aus Unkenntnis, daß Spezialkurse mehr bringen als eine Ausbildung zum Goldtaucher oder Divemaster. CMAS** entspricht RD + SK Navigation und Gruppenführung. Seien wir doch mal ehrlich: es gibt viele Taucher, die sich wirklich anstrengen müssen, überhaupt das zu erreichen, warum soll ich diese Taucher beschwatzen, weiterzumachen, da stellt sich doch die sinnvollere Wahl nach einem Spezialkurs, der Spaß macht und wirklich was bringt. Bei CMAS gibt es eben aus diesem Grunde Pflichtkurse... ich möchte ja keine neue Lawine in punkto Verbandsdiskussionen lostreten, aber die Vermarktung von SK anstelle von DM ist sinnvoller und kostengünstiger und bringt dem einzelnen Taucher auch mehr. Nachvollziehbarer wäre AOWD+RD+3 Spezialkurse = äquvivalent Gold - den DM außen vorlassen, den der spielt eigentlich schon in den Assistenzbereich hinein! DM und CMAS*** sind nicht vergleichbar.
05.01.2006 14:47
...kleiner Nachtrag: AOWD + RD + 3 Spezialkurse = äquvialent Gold = da muß bei PADI natürlich in Richtung Tauchtheorie, wie sie bei CMAS Bronze/Silber gefordert ist, noch was passieren und keine Verflachung! Sonst wäre es kollosal ungerecht schon gegenüber Bronzetauchern.
05.01.2006 15:19
@Tauchlady : "CMAS** entspricht RD + SK Navigation und Gruppenführung" ?? Bei PADI gibt es aber gar keinen Specialty Gruppenführung !
Das wäre dann auch der verständlichste Punkt, wenn einer unbedingt den DM machen will : er lernt Gruppenführung (Supervision ) !! Und soetwas fehlt dann selbst dem MSD mit allen erdenkbaren Specialtys..... Aber er hat das "höchste Brevet im Sporttauchbereich" (bei PADI !!) !
05.01.2006 15:49
Lt. Äquvivalenzliste gelten als Eingangsvoraussetzungen für CMAS*** sind: 25TG, VDST SK "Orientierung", ODER PADI UW Navigator, VDST SK "Gruppenführung", HLW Kurs oder PADI EFR bzw. entspr. anerkannten Kurs. Ich weiß, daß es bei PADI den Kurs "Gruppenführung" nicht gibt. Im Prinzip sind PADI und CMAS nicht unbedingt vergleichbar, schon von der Anfängertheorie her, weißt Du als Barakuda TL ja selbst. Aber dessen ungeachtet ist es kontraproduktiv und sportlich unfair, jemanden mit einer PADI-Ausbildung niederzumachen, er hat schließlich nicht nur für seine Ausbildung bezahlt, sondern war guten Glaubens, das Beste zu bekommen. Eine Überlegung, AOWD + RD + 5 SK (und vertiefende Theorie als einen SK?) Gold anzunähern wäre da ja eine Überlegung wert, denn der DM ist in diesem Punkt schlecht vergleichbar, zählt eher in den Assistenz- und wie richtig festgestellt, Profibereich.
05.01.2006 15:59
Will ja gar nicht denjenigen niedermachen, der die Ausbidlung bezahlt und gemacht hat, sondern eher den PADI TL (ich bin AUCH PADI TL !) ein paar auf die Rübe geben, die diesen Taucher so beraten haben, den DM zu machen ! Die haben das System nicht so richtig verstanden......
05.01.2006 16:11
Habe mich nur auf vorherige Foren bezogen... ich selber habe die PADI-Laufbahn auch ausprobieren wollen, war aber aus x-Gründen nix für mich... ich denke mal eher, das Problem besteht darin, daß es keine echte Äquivalenz für Gold gibt, deshalb machen die Leute DM. Auch, wenn sie sich mit Manuals in Unkosten stürzen müssen... und natürlich das Prestige. Würde ein RD wie ich zu Gold und weiter "crossen", dann muß man erheblich Theorie nachlernen, von Bronze angefangen,obwohl man ja über dieses Stadium eigentlich hinaus war. PADI hat hier eine Lücke offensichtlich nicht richtig erkannt, erschlossen und vermarktet. Oder finanziell doch mit dem DM? Früher genügte Buch und Ausbildung, heute diese ganzen teuren Manuals dazu, kostet Hunderte von Euro an Nebenkosten! Bei CMAS kauft man Praxis des Tauchens + neuen Ehm = 75,-- Euro, die prinzipell von Bronze bis zur TL1-Ausbildung reichen!
05.01.2006 18:24
Der MSD wurde und wird zu wenig vermarktet. Es stimmt schon, dass diese Zertifizierung für Laien mehr Sinn machen würde, wenn keine Absicht einer beruflichen Tätigkeit vorliegt. Nur wer informiert sich als Nicht-Profi über alle vorhandenen Möglichkeiten? Die wenigsten! Liegt es deshalb nicht an der Basis, wenn sich einer weiterbilden möchte, die Möglichkeiten detailliert aufzulisten und sie dem Kenntnisstand entsprechend zu empfehlen ?

Was Taucher kennt ist die Reihenfolge OWD, AOWD, RD, DM und dann der TL. Noch nicht mal der Assi ist häufig bekannt, geschweige denn der MSD.

Ein weiterer Aspekt dürfte die Strategie der Organisationen sein, für viel Geld möglichst viele TL zu produzieren. Der DM als Vorstufe zum IDC mit allem drum und dran brachte letztendlich mehr in die Kassen als 5 Specialities à ca. 125,- zzgl. Pic, da der Schritt vom DM zum TL schnell gemacht ist.

Was dabei rauskommt, wissen wir. Nämlich häufig nichts Brauchbares (Tendenz steigend), weil durch diese Ausbildungen im Schweinsgalopp m.E. keiner auf ein Kenntnis- oder Ausbilderniveau gebracht wird, der den Titel DM oder Instruktor rechtfertigt. Man kann deshalb eigentlich nur froh sein, wenn sich diese Leute dazu entscheiden, das Tauchen nicht als Beruf auszuüben.

Weder der erwähnte Durchflug der DM-Ausbildung (2 Wochen? hammerhart!)noch das anschließende gute Zureden, dass man nun zum IDC gehen könne zeigt, dass Interesse an fundierten Aus- und Weiterbildungen besteht. Masse statt Klasse oder Hauptsache der Rubel rollt, und das trifft nicht nur auf PADI zu.

Ich bin froh, dass ich nicht erst heute mit dem Tauchen beginnen möchte, denn wenn ich daran denke, was ein TL können müsste und was er heutzutage aufgrund der Massenausbildungen tatsächlich kann, dann bin ich froh, den unbequemen und zweitaufwenigeren Weg gegangen zu sein, aber immer unter der Obhut und in Kontakt mit Leuten stand, die sich noch mit ihrem Job als TL identifizieren und alles menschenmögliche machen, um einen guten Taucher auszubilden und nicht einfach nur darauf aus sind, bei ihrer Organisation eine weitere Brevetierung eingetragen zu bekommen . Und die - und das rechne ich sehr hoch an - auch den Mut haben, jemandem zu sagen, dass er eine andere Sportart ausüben sollten, weil sie zum Tauchen, aus welchen Gründen auch immer, keine Eignung besitzen.

Es werden ständig Neuerungen auf den Markt geworfen, die den finanziellen Aspekt zu Gunsten des Verbandes betreffen. Warum also nicht eine, in der mehr Voraussetzungen wie z.B. eine gewisse Anzahl an Specialities für die DM- oder TL-Ausbildung beinhaltet, nicht nur um die Spreu vom Weizen zu trennen, sondern um die interessierten Anwärter auf die nächst höhere Stufe auch dazu zu animieren, sich eben mehr Gedanken über den Werdegang ihrer Taucherkarriere und ihr persönlich anvisiertes Ziel zu machen.

Tauchen zu lernen ist keine große Sache, nur die notwendige Disziplin aufzubringen, den Respekt vor dem uns unbekannten Lebensraum und Situationen zu bewahren sowie das Erkennen unserer persönlichen Grenzen und ungeplanten Situationen sind Sachen, auf die in OW- und AOW-Ausbildungen nicht ausreichend eingegangen wird, die einem aber in Speciality-Kursen geradezu die Augen öffnen.

Trish

Ich drücke jetzt bewusst nur einmal "Antwort absenden"
2deep4UProfi
05.01.2006 18:35
Leute! Immer wieder die selben Missverständnisse. Fakt ist: weder in 2 oder 4 Wochen kann man ein "guter" DM oder TL werden.(Das gilt für alle Verbände!!) Man erwirbt die Kenntnisse der entsprechenden Ausbildungsstufe und diese Kenntnisse werden durch eine oder mehrere Prüfungen verifiziert. Was dann noch fehlt ist: die richtige Einstellung und ERFAHRUNG, die jemand nur durch Tauchgänge und Arbeitszeit in einer Basis erlangen kann. Selbstverständlich steht und fällt auch alles mit dem Ausbilder. Ein schlechter Ausbilder wird das ganze im minimalprinzip durchziehen und tschüss-danke für die Kohle. Ein vernünftiger Ausbilder wird immer über die minimalen Kursinhalte hinausgehen und ausserdem klarmachen das ohne Erfahrung man eben nur zertifiziert aber nicht unbedingt qualifiziert ist. Ich kann zum Spass ja mal fragen: wieviel Wochen, Monate oder Jahre sollte ein "guter" DM oder Tl denn haben?
Gruss
Bubblefree
05.01.2006 18:59
Bin SSI MD:

Meine "Laufbahn" dazu war PADI OWD und AOWD, dann SSI Stress and Rescue sowie CPR:

Dann brauchte ich nur noch die 50 Tg und nur einige wenige Euros und der MD war da, da die vorhergehenden Specialities vom AOWD angerechnet wurden. Für den SSI DM wäre demgegenüber ein weiterer Kurs mit Praxis und Theorie, insbesondere aber viele weitere Euros nötig gewesen. Von der Ausbildung und der "Reputation" her denke ich, dass objektiv der DM mehr "wert" als mein MD ist... er kostet aber ja auch mehr. Da ich mich aber über das reine Tauchen hinaus auch selber in der Theorie recht fit mache / gemacht habe und für mein persönliches "Wohlbefinden" nicht zu allem unbedingt eine Speciality-Brevetierung "brauche", "reicht" mir mein MD subjektiv betrachtet dicke aus. Ich muß nur wissen, was ich damit halt nicht kann, nämlich "ausbilden". Aber dazu ist ja letztendlich auch der DM nun noch nicht wirklich ausreichend, damit fängt ja die Ausbildung als "Ausbilder" gerade erst an ... Qualität dauert halt und die Verbände brauchen auch ihr Geld. Mein persönliches Fazit: Erfahrung gibt es nicht durch Kurse und Scheine allein, was man "braucht" hängt davon ab, was man damit machen will und dann soll tauchen letztendlich auch noch Spass machen ...

06.01.2006 03:24
an Koelle Alaaf:

Da hast du einfach Glueck gehabt, dass der zertifizierende Tauchlehrer die Unterschiede zwischen PADI und SSI nicht wirklich kannte oder seine Standards nicht wirklich durchgelesen hat. Denn sonst haettest du noch mindestens vier weitere Specialties benoetigt. PADI AOWD und SSI AOWD sind eben doch grundverschieden.

an Clownfish:

Klar ist der DM ein Prestige-Ding und wer ankommt und sagt er wolle in zwei Wochen den DM machen, den wuerde ich erstmal fragen, weshalb. Aber auch TL ist da aehnlich. Wieviele von denen haben nicht wirklich vor zu unterrichten und machen das ganze nur um ne coole Zertifizierung zu haben. Bin auch der Meinung, dass die Ausbildung zum TL hoehere Vorraussetzungen haben sollte. Und damit meine ich nicht die Frage nach 100 oder 150 Tauchgaengen, sondern eher, dass jemand fuer ne bestimmte Zeit als Diveguide gearbeitet oder voluntiert haben sollte.
06.01.2006 03:55
@Clownsfish
1.Sorry & Danke !
2.Mein Reden-ganz meine Meinung!

@Detlef
Irrglauben-Fehleinschätzung!
Vorschlag zur Güte-Nachlesen!

@Blub
Wirklich Tauchfetigkeiten???
Schau mal,ab wann man PADI RD sein darf!
Grundsätzlich ist mir Deine Denkweise aber nicht unsympatisch!
06.01.2006 09:20
An Scuba Dude:

Da liegt bei Dir ein kleiner Irrtum vor: Den Hinweis, dass das geht, habe ich von einer Tauchschule in Kenia bekommen, habe dann die Zertifizierung zwar in Bulgarien beantragt, da das aber nicht klappte letztendlich direkt über den SSI Schweiz gemacht. Die haben das noch einmal geprüft und abgenickt! Dabei wurden die vorhergehenden Specialities, u.a. vom PADI AOWD anerkannt.

Aber ich gebe Dir ansonsten vollkommen recht: SSI ist tatsächlich grundverschieden von PADI etc. Und deshalb ja auch meine Aussage, dass die "Wertigkeit" von irgendwelchen Zertifizierungen nicht pauschal beantwortet werden kann. Wichtiger ist vielmehr, dass jeder von uns weiß, was er mit seinem Zertifikat nun wirklich kann oder auch nicht kann. Und diese Frage hat wiederum was mit der persönlichen Erfahrung zu tun und nicht unbedingt, dass einem irgendein Verband wieder einen "Stempel" verpasst, dass man einen Kurs belegt hat. Ich behaupte: Eine gute OWD-Ausbildung, bei einem motivierten TL, der Spass an seinem Job hat und einem etwas beibringen will, ist mehr wert als jede "höherwertige" Ausbildung in einer drittklassigen Basis, der es nur darum geht, einen schnell durchzuschleusen, damit sie schnell an unser Geld kommt ....
PCB-TaucherIAC CD, CMAS TL***
06.01.2006 11:56
Möchte zu dem Kommentaren der anderen auch noch folgendes hinzufügen:
Ich finde, dass 60 Tauchgänge für die Brevetierung zum DM einfach zu wenig sind. Schließlich gilt man ab DM ja als "Profi", der auch über eine gewisse Erfahrung verfügen sollte. Dies ist aber bei 60 TG (meist) nicht möglich.
Beim MSD verhält es sich ähnlich:
OWD (4 TG), AOWD (5 TG), RD (5 TG - Anrechnung ist möglich). Wenn man dann noch die 5 Spezialkurse durchschnittlich mit 3 TG rechnet (also 15 TG) kommt man auf 29 "Ausbildungs-Tauchgänge". Dann macht man noch 21 "Fun-Tauchgänge" und man kann den MSD beantragen. Finde somit auch hier, dass dies zu wenig TG sind um als "erfahren" zu gelten.

lg...chris
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