27.09.2008 16:47
Kategorie: News
Kategorie: News
Hölderlin 1770 – 1843
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Als außergewöhnlicher Schulungsraum diente das Wohnzimmer von Antje und Horst. Mit modernster Konferenztechnik wie Laptop, Beamer, Pointer, etc. konnten die Annehmlichkeiten eines Wohnzimmers mit effektiver Schulungstechnik verbunden werden - wir saßen in wundervoll, bequemen Sesseln. Der direkte Zugang zur Küche überzeugte, insbesondere in den Pausen. Der Samstag als erster Medizin – Seminartag, war für die umfangreiche Theorie, der Sonntag für die „hautnahe“ Praxis eingeplant. Um es vorweg zu nehmen, das Seminar war es wert, das Wochenende zu „opfern“. Bei allen Seminarteilnehmern kam es sehr gut an. Lars wusste uns für das Thema zu begeistern und hat uns optimal auf die Prüfung vorbereitet. Ferner konnten wir den medizinischen und präventiven Gedanken in unseren taucherischen Alltag integrieren und das Thema vertiefen.
Einstieg am Samstag war das Thema Organe, mit den speziellen Bezugspunkten für den Tauchsport. Hyperventilation, Lungenvolumen und das Gleichgewichtsorgan waren ebenso ein Thema wie die Verletzungen, deren Entstehung, Symptome und Erstmaßnahmen. Exkurse in die O2 und N2 Vergiftung, Unfälle mit tierischen und pflanzlichen Gifte verschafften dem Seminartag ausreichend Spannung. Mit kleinen Flimsequenzen wurden die Themen bildhaft unterstützt. Abschluss des ersten Tages war das große und wichtige Thema der Prävention und Unfallvermeidung, einschließlich der psychologischen und physiologischen Aspekte. Wieder einmal waren sich alle Taucher einig, erleben und dabei sein will bei einem Unfall keiner. Zu wissen was im Fall der Fälle zu tun ist und zwar in der Kürze der gebotenen Zeit, ist aber essentiell. Schließlich reflektieren wir als Tauchlehrer gegenüber dem Tauchschüler und Anfänger das Thema Sicherheit und Verlässlichkeit. Auf uns kommt in diesem Moment sehr viel Verantwortung zu. Gut zu wissen, was dann getan werden muss – auch wenn sich diesen Einsatz keiner wünscht.
Nur ausreichendes Training und vorausschauendes planen kann dies vermeiden helfen. In der Realität ist es aber nicht vollständig auszuschließen. Deshalb nahmen wir dieses Angebot und Hilfestellung gerne an, um den Herausforderungen gewachsen zu sein.
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Die Praxis „auf dem trockenen“ ist eine Sache, die Praxis im Wasser eine andere. Am Nachmittag fuhren wir deshalb folgerichtig gemeinsam in das Hallen-Trainingsbad des TSC Bonn Rhein Sieg, nach Bonn Beuel. Hier stand uns ein „ideales Trainingsgewässer“ – warm und klar – zur alleinigen Nutzung zur Verfügung. Jetzt konnten wir die geübte Praxis im nassen Element anwenden und eine nahezu realistische Wasserrettung durchspielen. Auch das bergen eines Verunfallten aus einem Schwimmbecken über die Leiter und ohne fremde Hilfe hat seinen Charme. Gegen 19,00 Uhr endete das 16-stündige Medizinseminar mit hoher praktischer Relevanz. Mit großem Beifall bedankten sich die Teilnehmer bei Lars. Niemand hatte vorher dieses elementare Thema so realistisch und sachbezogen vermittelt bekommen. Dem TSC Bonn Rhein Sieg galt es in gleicher Weise zu danken, für die Bereitstellung der Räumlichkeiten, tolles Sofa, die Betreuung und Hilfestellung sowie den gesamten organisatorischen Rahmen. Antje und Horst konnten die Tauchlehrer und TL-Anwärter gleichermaßen von ihrem Können und der offenen und kollegialen Art überzeugen. Das Engagement von Antje und Horst spricht anschaulich für die hohe Qualität des TSC Bonn Rhein Sieg. Es ist nur folgerichtig, dass Koryphäen wie Lars hier gerne referieren.
Stefan Geiger